Wieder zuhause

So meine lieben Liebenden,

wir sind wieder zuhause. Nach langer und beschwerlicher Reise können wir uns jetzt wieder über gescheites Brot und unsere höchst eigenen Betten freuen sowie uns über die arktischen Temperaturen freuen die ihr hier für uns habt. So wie auch immer das hier ist ein Eintrag vom Felix der euch nur wissen lassen möchte das man uns wieder hier im Lande unserer Ahnen antreffen kann. Was die letzten Tage im Süden der Insel betrifft weis ich noch nciht in wiefern wir es schaffen werden die mal nachzutragen ich fände es eigentlcih ganz nett aber im Notfall einfach bei uns selber nachfragen. Wir haben nämlich eine ganze Menge noch an Eindrücken zu berichten und im Notfall einfach mal die Lucie fragen (die hat ja ihr höchst eigenes Block-Tagebuch) Ja im Prinzip war es das auch.

Und so endet dieses erste Kapitel unserer Freiheit von der Schule. Und wir fanden es geil.

danke für eure lieben Kommentare und die Aufmerksamkeit die ihr uns geschenkt habt

euer Felix

22.7.09 09:52, kommentieren

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... Nichts ...

Liebes Blogtagebuch, wie du dir vielleicht von den vorigen Eintraegen schon denken kannst, war auch der 15.7.09 ein extrem anstrengender Tag fuer uns. Wir haben so viel gemacht. 9.30 Uhr: Direkt nach unserem Aufstehen hatten wir schon Hummeln im Hintern und wir machten uns an die ersten richtigen Tagesordnungspunkt. Lesen. Danach Essen, wie immer sehr sehr delikate Sandwiches. Ein kurzer Anruf beim Vater um die Planungen anpassen zu koennen. Um fuenf sollten wir abgeholt werden. 11.30 Uhr: Sehr ermuedet von unserem bisher so kraeftezerrenden Tag, entschlossen wir uns weiter Souveniers einzukaufen. Wir schlenderten also die Strassen auf und die Strassen ab. 13.00 Uhr: Voellig kraftlos fielen wir in unsere Betten und fingen an zu lesen oder Gameboy Advenced zu daddeln. Lucie erbarmte sich unser und machte uns Mittagessen. Sandwiches. Nach einem kurzen Schlaf, um sich von den Anstrengungen des Tages zu erholen, beschaeftigten wir uns mit unseren Buechern. Auch ein kurzes Bad wurde im Meer genommen um unsere geschundenen Koerper zu entspannen. 16.00 Uhr: Puenktlich um fuenf traf der kleine spanische Junge und der Fahrer der Fabrik ein, um uns abzuholen. 18.00 Uhr: Nachdem wir zurueck in der peweeschen Burg angekommen sind, gingen wir erstmal lesen, duschen und ... schlafen. 22.00 Uhr: Nach einem sehr sehr sehr guten Abendessen von Nena gingen wir endlich in die wohl verdiente Haii ... Danke liebes Blogtagebuch, dass du mir heute wieder so lieb zugehoert hast. Bis bald. Puddel

1 Kommentar 17.7.09 00:50, kommentieren

ohne worte 14.7.09

Ich habe es geschafft ich habe bewiesen dass es die Reinkarnation geben muss und es somit auch lohnt ein gutes Leben zuführen um das Nirvana zu erlangen. Hier kommt der Beweis: Ich kann in meinem bisherigen Leben gar nciht so schlecht schlimm und böse gewesen sien als dass ich es verdient habe könnte hier 3 Wochen lang diese beiden Bestien, Unmenschen ect. ertragen zu müssen dafür würde ich so 3-4 Leben veranschlagen um so schlecht gewesen zu sein deswegen möchte ich mich an dieser Stelle entschuldigen wenn ich in einem meiner bisherigen Leben jemandem irgendetwas schlechtes getan habe, was ziemlich wahrscheinlich angesichts der Bestrafung ist. Ja ich leide. Aber es wird sicher ein tiefer Sinn dahinter stehen und so durchleide ich auch diese Inkarnation meiner Selbst. Nun zu unserem Tag in Cabarete. Naja eigentlich wenig ereignissreich wie bei einem Strandtag nicht anders zu erwarten. Um unsere Umgebung besser kennen zu lernen haben wir uns am Morgen nach einem kräftigendem Frühstück auf den Weg gemacht am Strand entlang zu gehen um die gesamte Bucht einmal abzulaufen. Sehr spannend war das nicht. Wie auch immer danach waren wir, ihr dürft dreimal raten, richtig schwimmen. OK war nicht sehr schwer aber immerhin haben wir etwas gemacht. Danach auf unseren Liegen ahben wir erschreckend festgestellt, dass unsere Rumflasche entweder ein Leck, wir einen Verräter unter uns haben oder die Verdunstung von Rum unheimlich groß sein musste: Unsere Alkoholvorräte gehen zu Neige. Nachdem allerdings auch schon der letzte Tag am Strand ist haben wir beschlossen sehr gut kalkuliert zu haben und sind deswegen nicht nochmal einkaufen gegangen, nur um hier mal das Klischee wir wären nur Säufer zu entkräften. Ja danach sind wir dann mal zur abwechslung wieder schwimmen gegangen um danach rechtzeitig zur "Happy Hour" wieder, geduscht an unserem Stammlokal zu sein. Eine durchaus nette Regensburgerin bedient uns und wir unterhalten uns ansonsten über alles nur denkbare. Ja das war so eigentlcih alles was es von diesem Tag zu berichten gibt. Glaube ich. So far so good. Felix aus der Dom Rep wo die Sonne immer scheint.

1 Kommentar 16.7.09 23:58, kommentieren

Die Tastatur im Internet Cafe ist Scheisse! 13.07.2009

10 Uhr:  Aufgestanden, Sandwichs zum Fruehstueck gemacht. Inhalt unseres Kuehlschranks: Cola, Saft, Wasser, Toast, Kaese und Schinken (und Erdnussbutter)

11Uhr: erster Cuba libre, dann auf Entdeckungs- und Einkaufstour in Cabarete. Souvenirs gekauft, Felix laesst sich von einer etwas beleibteren Dame ein Hemd aufschwatzen, Ich bekomme (von der gleichen Dame) einen Holzleguan. Den hat ihr Bruder selbst geschnitzt! oh ja...

12Uhr: Felix geht schlafen, Puddel und ich nochmal los, um Flip Flops zu kaufen und die restlichen Karten zu verschicken. Sehr schoene Exemplare fuer uns beide gefunden.

13 Uhr: Cuba trinken, dann zum Strand Sonnenliegen im Schatten unter den Palmen sichern. Schwimmen gehen, weitere Cubas trinken, geniesen, doesen, schwimmen gehen, lesen und so weiter.

15Uhr: Schwimmen gehen, weitere Cubas trinken, geniesen, Cafe mit Rum trinken, doesen, schwimmen gehen, lesen und so weiter.

gegen 17 Uhr: schwimmen gehen, dann duschen und

um 18 Uhr: Happy Hour ausnuetzen, Abendessen bei Sonnenuntergang am Strand in Sitzsaecken.

gegen 20 Uhr: Cubas trinken, den Abend planen. Felix verwechselt mich mit einem Abstelltischchen und versucht, sein Cuba Glas auf mir zu plazieren, leider ist die weibliche Anatomie hierfuer wohl nicht vorgesehen. Dann sperrt er sich im (gut gekuehlten) Schlafzimmer ein und nur Puddel und meine vereinte Ueberzeugungskraft kann ihn dazu bewegen, wieder rauszukommen Waere besser gewesen, er waere drin geblieben...

21.30 Uhr: Spaziergang am Strand, Felix wird von einer etwas beleibten Frau auf recht eindeutige Weise angesprochen. Bis jetzt steht er noch unter Schock. Und er traut sich nicht mehr, das Zimmer zu verlassen. Schade.      

1 Kommentar 15.7.09 01:42, kommentieren

... dann kam Elrond um unsere Bestellung aufzunehmen ...

Liebes Blogtagebuch,

heute ist der 12.07.2009, die Sonne scheint, das Zimmer warm und die Uhrzeit 9.30. 

Wie so ueblich, stehen wir auf, und haben erneut keine Ahnung, was wir eigentlich den Tag ueber machen werden, da Pewee, was Termine und Planungen angeht, aeusserst wankelmuetig ist. Wir stehen also auf, und steigen die Treppe hinab zum Wohnzimmer und machen uns Fruehstueck. 

Eine kurze Zeit spaeter ist ein Schrei zu hoeren, der in Mark und Bein faehrt. Nun ist uns klar, der Vater ist heimgekehrt, der uns sogleich sprechen moechte. Er erklaert uns, dass wir nicht wie angekuendigt in die Berge fahren, sondern gleich nach Carbarette an den Strand, wir aber den Vormittag noch zuhause bleiben.

12.00 Uhr: Die ganze Familie ist in Aufbruchstimmung. Es geht ans Essen. Zwei Autos stehen bereit uns zum Restaurant zu befoerdern. Kaum haben wir uns, naja uebliche Klamotten geworfen, fahren wir los. Nach einer 15 minuetigen Oddyssee, finden wir die Mutter, die wir eigentlich bei Pewees Oma vermuteten, im Supermarkt. Kaum hatten wir uns mit dem noetigsten fuer die Cabarette-Reise eingedeckt. Also im wesentlichen Zeugs fuer Sandwiches, gehen wir Essen. 

12.30 Uhr: Kaum losgefahren, unterrichtete uns der Vater, dass wir eigentlich nicht in ein restaurant, sondern viel eher in einen Club fahren werden. Dort angekommen wurde uns erst klar, was hier "Club" bedeutet. Ein riesiger abgeschiermierter Bereich mit Swimming Pool, Fussbalplatz, Tennisplatz, Baseballfeld, Spielehalle mit Kicker, Billiard und Eishockey, einem kleinen Tiergehege, Krokodilgehege, einer grossen Halle fuer Feste, einem Gebaeude mit Kinderspielen und natuerlich einem Restaurant. Nachdem wir dann auch noch erfahren hatten, dass die Mitgliedschaft in diesem Club eine Einmalige Zahlung von 80000 Pesos und einer monatlichen Mitgliedergebuehr nach sich zieht, wurde uns schlagartig bewusst, dass wir definitiv zu schlecht gekleidet waren.

Kaum hatten uns zwei Kellnerinen mit einem Laechel die Tuere geoeffnet, suchten wir unser Plaetze aus. Kurz darauf erstarrte Felix und stammelt: "Schaut nur, Elrond persoenlich nimmt unsere Bestellung auf. Oder ist das Mr. Smith?" Ein Mann der eine unglaubliche Aehnlichkeit mit dem Schauspieler hatte, nahm die Bestellung auf und brachte uns die Getraenke.

Ein koestliches Mahl erfreute unsere Gaumen und mit jedem Bissen wurde uns mehr und mehr bewusst, wir sind underdresst. Nachdem wir keine Ahnung hatten, welches und ob wir ueberhaupt ein Dessert bestellen sollten, uebernahm der Vater das Zepter und bestellte einfach 4 unterschiedliche Gerichte. Allesamt koestlich.

 

15.00 Uhr: Wir verlassen den Club und nach dem Packen brechen wir nach Cabarette auf. Kaum sind wir in Cabarette angekommen, richten wir uns haeuslich ein und gehen einkaufen. Rum, Souveniere und noch einen Rum, den wir allerdings nur gekauft haben, weil wir schauen wollten, welcher rum der beste ist, und weil er so einen ccoolen Namen hatte. Columbus!!

Der restliche Abend, ging recht unspektakulaer von der Buehne. Ein schoenes Bad im Meer und ein leckeres Essen.

 In der Nacht legte wir uns mit einem Rum und einer Cola an den Strand, betrachteten die Sterne und tranken Cuba Libre. Einen leuchtenden Punkt am Horizont, identifizierten Lucie und Puddel als uebergrossen Anglerfisch, deren Lichtantenne, oder wie man das nennt am Horizont aus dem Wasser ragte. Felix der uns sogleich erklaerte, dass das ja garnicht moeglich sei, erhielt von uns den Spitznamen Herr Korinth. (und ja, er findet ihn nicht sehr gut aber Lucie und ich moegen ihn )

 

Liebes Blogtagebuch, danke dass du mir heute wieder zugehoert hast. Bis bald

Puddel 

 

2 Kommentare 14.7.09 02:09, kommentieren

Der lange Weg nach Westen 11.07.09

Was ist es das dir so gute Laune verschaft? Wir holen auf!

Ja heute werden wir es schaffen wieder eins zu eins mit unserem Blog up to date zu sein. Leider nur fuer sehr sehr kurze Zeit wie es scheint weil wir heute wieder fuer 3 Tage wegfahren, wahrscheinlich wenn sich da nciht mal wieder irgendwas anderes ergibt wie eigentlcih andauernd.

Aber das ist ja nicht meine Aufgabe darueber zu schrieben sondern ueber gestern den 11.7.

Es ist 6.54 der Wecker schellt und wir erheben uns um mit dem Vater und der Mutter gen Grenze zu fahren. Die beiden opfern fuer uns jetzt schon den zweiten Arbeitstag um uns zu bespassen auch wen das einige von uns nicht so tragisch sehen empfinde ich das als ein wirklich grosses Opfer das wir eignetlich nciht erwarten koennen aber wie ich schon mal erwaehnte sind es eben sehr aufgeklaerte und offene Menschen denen viel daran gelegen ist uns zu zeigen wie die Welt heir ist und was das LAnd so alles zu bieten hat. Nachdem wir uns selbststaendig mit den letzten Sandwiches vom Vortag versorgt haben kommt der Vater um unsere Rerflexe mit einem lauten "Hello my friends" zu testen und sich zu freuen wenn wir zusammenzucken und fast mit einem Herzinfakt liegen bleiben. Jetzt endlich beginnt unser Abenteuer und wir setzen uns in unser fahrbares 5 Sterne Hotel mit eisgekuehlter Coca Cola und einer Klimaanlage die uns auf 18 Grad runterzukuehlen sucht. Nur leider bringt uns das ueberhaupt nichts, da wir aufgrund der fruehen Stunde sofort in einen Murmeltier aehnlichen Schlaf verfallen.

Nach etwa 1 Stunde Schlaf gruesen uns die Lebensgeister wieder und wir erwachen einer nach dem anderen wieder um festzustellen, dass wir von einer Schicht von Eis ueberzogen sind und eigentlich mal wieder einem Fischstaebchen aehnlicher sind als einem Menschen. Wir haben jetzt den trockensten Teil des Landes erreicht in dem kaum Regen faellt und daher nur Reis angebaut wird. Ja mit Nassreisanbau. Fragt mich jetzt bitte nicht wie die das machen die schienen da irgendwie dann doch Wasser zu haben und ach was weis ich den. Nur Zwischendurch sind auch noch ein paar Rinder zu erspaehen die hier angeblich das zarteste und damit auch koestlichste Fleisch der ganzen Welt haben sollen. Tja da sag ich nur MDWS. Aber ansonsten erinnert die Gegend in etwa an den italienischen Mezzogiorno.

Es wird wohl gegen 10 sein da erreicchen wir Monte Cristi. Ich gebe zu ich habe das zuerst nciht so richtig mitgegriegt, da ichmir die Stadt ein bsichen imposanter vorgestellt habe. Aber an dem oeffentlichen Uhrenturm einer Stiftung irgendjemandes erzaehlt uns die Lucie das das hier eigentlcih das einzige interessante in der Stadt war. Interessant auf jeden Fall da es der erste Ort ist an dem wir eine Uhr in der Oeffentlichkeit zu sehen bekommen.

Wir fahren ein stueck weiter durch Salzfelder auf denen Salz via Verdunstung geerntet wird. Schaut eigentlich ganz nett asu wie die Leute da so im Wasser stehen aber das Wasser ist durch das ganze Salz unheimlich aggresiv und greift die Haut an. Hier entsteht auch die erste Theorie zu den Weisen Fusssollen der maximal Pigmentierten. In der Ferne sehen wir schon den Hausberg von Monte Cristi den Monte Cristi. er schaut aus wie ein Vulkan den jemand einfach auf der Haelfte abgeschnitten hat. Ich habe ihn dann einfach den dominikanischen Ayers Rock getauft. Wir halten am Ende der Strasse an um die malerische Bucht, die erstaunlicher weise nciht voellig ueberlaufen sondern absolut Menschenleer ist, zu geniesen. Nach einer meiner Meinung nach mal wieder viel zu kurzer Zeit machen wir uns wieder auf um per Auto in den Sueden zu fahren um nach Dajabon zu gelangen.

Nachdem der Vater, der natuerlich nie ohne Handy auskommt und deshalb auch an seinen freien Tagen in der Fabrik arbeiten kann, eine Stunde fuer eine Ueberweisung gebraucht hat fahren wir bereits wieder weiter ueber eine Strasse die jetzt endlich einmal den Vorstellungen einer Piste entspricht und die wenn ich ehrlich bin fuer mich auch den Vorstellungen der dominikanischen Strassen vollkommen gerecht wird. Wir kommen an staubtrockenen Strassenbegrenzungen aus Kakteen vorbei die teilweise einfach mal, ohne das es jemanden stoeren wuerde, anfangen zu brennen. Auf einmal erblicken wir eine Weide die wir alle einmuetig abgesehen von den Palmen und anderen Baeumen einstimmig in Deutschland und nicht in der Karibik vermutet haetten.

Nach etwa einer Stunde so gegen 12 erreichen wir den noerdlichsten Grenzuebergang. Den noerdlichsten legalen Grenzuebergang. Hier muss man kurz ein bsichen weiter ausholen um das folgende wirklich begreifen zu koennen. Der Pewee hat uns die tage mal erklaert das ein normaler Fabrikarbeiter wie bei ihnen in der Fabrik oder wie beim Brugal Rum im Monat etwa 7000 Pesos verdient. Nena verdient als Haushaelterin 6000 Pesos bekommt dafuer aber noch vom Vater das Schulgeld fuer die Kinder und die Wohnung spendiert. Also ein Arbeiter verdient hier das was umgerechnet etwa 150 Euro entspricht. (Also liebe Kinder beschwert euch nie wieder wegen zu wenig Taschengeld sondern denkt daran wie schlecht es euch gehen koennte) So jetzt ist Haiti (der andere teil von Hispaniola) meines Wissens nach das viertaermste Land der Welt. So der Vater hat uns jetzt erklaert das der Unterschied zwischen Domrep und Deutschland in etwa dem Unterschied zwischen Haiti und Domrep entspricht. Es schlaegt einem die Armut direkt ins Gesicht. Die Menschen die vor der Grenze auf unserer Seite rumsitzen kommen zum Grossteil aus Haiti und sind durchgehend, auch wenn das hart klingen mag, schwarz. Ununterbrochen fahren hier Truppentransporter mit Militaer rum und man sieht wie sich einige Leute immer wieder vor dem Militaer verstecken. Raphael erklaert was offensichtlich ist das es sich um illegale grenzueberschreiter handelt. Dann gehen wir die letzten hundert Meter zur Grenze. Dort wird uns erst richtig bewusst was eine Grenze ist. Was sind wir doch fuer blinde Kinder die wir in der Sicherheit der europaeischen Union aufgewachsen sind und Grenzen so gar nicht kennen. Ueberall stehen schwer bewaffnete Soldaten rum die den Finger immer am Abzug haben und jeden der nicht wie wir so weis ist sofort anhalten und nach Visa Pass und allem was man sonst noch denken kann fragen und wenn irgendwas fehlt sofrot zurueck schicken. Die Menschen von Haiti draengen sich vor dem Tor der Grenze und stehen zwischen den Bussen rum um die Moeglichkeit zu erhaschen um einmal und sei es nur fuer eine Stunde in das gelobte Land zu gelangen. In der Tat ist der UNterschied zwischen dem verbrannten Haiti und der immergruenen Domrep so krass das man den Unterschied spuert. Die Grenze ist ueber eine Bruecke angelegt die ueber den grenzfluss Rio Masacre fuehrt. In diesem Fluss tummeln sich die kleinen Kinder beim baden und waschen die Frauen die Kleider. Am Ufer kann man noch ein par Menschen sehen die die Waesche dann zum trockenen auslegen. Ueber all dem wacht die Uno mit einigen Jeeps samt Besatzung. Fuer uns das erste mal diese Organisation wirklich im Einsatz zu sehen. Wir sind wie unschwer zu merken ist von tief ergriffen. Ein Haitianer spricht uns an und versucht uns was ueber die Geschichte der Grenze und der Beziehung der beiden Laender zu erzaehlen. Als wir wieder gehen versucht dieser Mann mit uns in die Domrep zu gelangen und wird sofort von einem Soldaten aufgehalten und angeschrien als er versucht uns als Vorwand zu verwenden. Sichtlich ergrifen von diesen Augenblicken sind wir nur allzu froh wieder ins Auto zu gelangen und wir machen uns sofort auf den Weg in Richtung einer Jugendstaette von Raphael.

Um etwa 14 Uhr kommen wir nach nur 2 Militaerkontrollen in einem kleinen Dorf an in dem wir von Pewees in das beste Restaurant im Ort ausgefuehrt werden. Die BEstellung gestalltet sich denkbar einfach da es nur ein tagesgericht gibt. Trotzdem ist das Essen ausgezeichnet und so machen wir uns gestaerkt auf zu einem Fluss an dem Pewees Vater in seiner Jugend siene Ferien verbracht hat. Dort ist ein Wasserfall der ueber die Jahrhunderte eine Badegumpe erschaffen hat. Jugendliche Stuerzen sich mit dem Wasser aus geschaetzten 5 Metern kopfueber in dieses Becken hinein. Nachdem wir in das fuer dominikanische Verhaeltnisse Eiswasser eingetaucht sind interessieren wir uns dafuer in welche Tiefen man sihc heir den Stuerzen kann. Nach einem ausfuehrlcihen tauchgang wird uns klar dass cih diese Verrueckten in grade mal 3 Meter tiefes Wasser stuerzen in dem zudem nicht ersichtlich teilweise noch Felsbloeke rumliegen. Da erkennen wir endlich das wir uns in einem Terroristenausbildungscamp befinden in dem die Angst vor dem Tod genommen werden soll. Wunderlicher Weise passiert rein gar ncihts waehrend der ganzen Zeit in der wir dort sind. Nachdem Raphael aus seinem Schlummer erwacht zeigt er uns die Atraktion dieses Ortes: Der Wsserfall. Nachdem man sich aus 3 Metern in die Tiefe Gestuerzt hat kann man sihch ueber die Felsen in ein Becken hochziehen in das das Wasser reinstuerzt und so neben einem Wirlepool auch noch eine wunderbare Anlage zum unabsichtlichen Entkleiden von gewissen Modefetzen der Frauen bildet. NAchdem wir uns dort etwa eine Stunde gehalten haben und diverse geposten Fotos gemacht haben, haben wir uns dazu entschlossen, wieder per wagemutigen Sprung in die Stroemung, uns wieder in ruhigere Gewaesser zu begeben. Hier plaschen wir ein bscihen rum und schauen den Verrueckten dabei zu wie sie ihre Fuesse durch das springen von den Klippen weis faerben. Als es, aufgrund des Wochenendes, immer voller wird beschliesen wir uns auf den Heimweg zu machen. Mit einem kuehlen Cuba libre in der Hand setzen wir uns in die fahrende Kuehlbox.

Pewees Vater faehrt uns extra einen anderen Weg durch die Berge zurueck um uns besonders viel vom Land zu zeigen. Auf der Fahrt erklaert er uns dass er sich ueber die Kirche im Wohnungsbau betaetigt. Im rahmen der gesetzlichen 60 Sozialstunden die Schueler nach ihrem Abschluss ableisten muessen errichtet er ehrenamtlich fuer die Armen mit diesen Schuelern neue Haeuser bzw. renoviert aeltere Modelle. Auf unser Nachfragen hin erfahren wir dass er dabei nciht als Geldgeber fungiert sondern selber aktiv die Haeuser baut. Hierbei kommen ihm seine hunderttausend Kontakte die er ueber siene Fabrik und als Teil der Oberklasse hat sehr zuhilfe und so sammeln sich bei ihm immer wieder mal Tueren oder Fenster die so einer neuen Bestimmung zugefuehrt werden. Nach etwa 10 weiteren Militaerkontrollen kommen wir wieder in die gewohnten Gestade von Santiago.

NAchdem wir einige Blogeintraege nachgeholt haben und uns sonst einfach mal entspannt haben wird es langsam dunkel und wir muede. Wenn nicht der Cuba libre gewessen waere den wir noch vor uns stehen hatten waere uns vielleicht noch etwas grossartig schoenes entgangen. Pewee der irgendwann wie aus dem nichts neben uns erscheint hat Hunger. Wir haben zwar noch ncihts zu Abend gegessen haben aber auch nicht hundert prozentig Lust was zu essen. Erst als Pewee sagt er kennt da eine Pizarria die sehr gut ist lassen wir uns breitschlagen mit ihm zu kommen. Nach kurzer Fahrt stehen wir vor einer Filiale der Fastfoodkette mit dem roten Hut. Erst dneken wir dass kann doch nicht sien Ernst sein aber dann merken wir dass hier fast food einen anderen Stellenwert hat als bei uns als wir die Bedinungen rrumrennen sehen und schon am Eingang freundlich empfangen werden und von einem Platzanweiser unsere Plaetze bekommen. Wir entscheiden uns fuer eine grosse vegetarische Pizza zu dritt (ich wollte erst aufgrund der mir sehr hoch erscheinenden Preise eine mitllere alleine nehmen). Puddel versucht einen Schrimpssalat. Die Pizza ist so gross wie bei uns etwa eine Familienpizza und hat einen mit Kaese gefuellten Rand. sie schmeckt wirklich gut und wir sind sehr zufrieden doch mitgekommen zu sein. Nur der Puddel ist mit sienem Salat nciht ganz zufrieden dden er nciht noch einmal essen wuerde der aber auch nicht ganz schlecht gewesen sien muss, oder so aehnlich. Wer sich jetzt vielleicht wundert dass das hier doch nciht das tolle Erlebniss sein kann der hat vollkommen recht weil das Erlebniss erst noch kommen sollte. Pewee der die Rechnung von umgerechnet 25 Euro auch gegen unsere Gegenwehr alleine uebernimmt (wie hat der es eigentlcih geschafft sich alleine gegen uns zu dirtt zu wehren??) entfuehrt uns kurzerhand noch in ein anderes Restaurant in den Bergen vor Santiago. Doch heir sollen wir nciht mehr Essen im herkoemlichen Sinne sondern den Ausblick geniesen. Tatsaechlich ist der Ausblick ueber die Stadt mit ihren hunderttausenden Lichtern im Dunkeln so atemberaubend dass sogar Lucie zugeben muss das der Blick etwas romantisches an sich hat. Einen weiteren Hoehepunkt dieses Restaurants bieten die Autos des Diktators Trujilo die hier ausgestellt sind. Nachdem wir noch einige Bilder mit hoher Belichtungszeit (15 Sekunden stillstehen ist verdammt schwer) gemacht haben begeben wir uns dann doch nach Hause um den Tag bei einem weiteren Cuba libre ausklingen zu lassen. Nachdem Puddel sich ins Bett begeben hat schreibt Lucie mit meiner bescheidenen Hilfe den letzten fehlenden Blogeintrag fertig und ich warte bis es auch nach DZZ 12 UHr ist um meiner Mutter meine Glueckwuensche zu schreiben.

Hier nochmal alles alles gute liebe Mama.

Doch auch der schoenste Tag geht mal zu ende und so fallen wir todmuede um halb 2 in unsere Betten und schlafen sofort wie die Steine ein.

Mit Gruessen aus der Karibik wo die Sonne immer scheint

euer Felix

12.7.09 17:28, kommentieren

Mit Salz und Ketchup schmecken auch Bananen wie Pommes - 10.07.2009

12.07, ca 0.20 Uhr: Zusammen  mit einem Cuba libre werde ich mich jetzt an die Aufgabe wagen, diesen unglaublichen Blogeintrag zu verfassen. Puddel ist vor ca. einer Stunde ins Bett, Felix motzt ueber meine Rechtschreibung, aber egal. Los geht's

 10.07. ca. 9.30 Uhr: Lagebesprechung in Pewees Wohnzimmer ueber die naechste Woche und deren Planung. Ich werde nicht wiedergeben, was dabei herauskam, da der Plan noch am gleichen Tag und bis jetzt staendig geaendert wurde.

11 Uhr: Wir brechen auf nach Puerto Plata

12 Uhr: Wir kommen an in Puerto Plata. Nachdem wir eine, im Reisefuehrer als unglaublich toll beschriebene, grosse strasse entlang gefahren sind (Malecon, mit Haeckchen ueber dem o), Kommen wir an das Fortaleza San Felipe, ein altes Fort. Pewee und Felix versuchen, eine Kanone zu stehlen, waehrend ich mich darueber freue, endlich Tueren in meiner Groesse gefunden zu haben (also der Tuerabschluss in ca. einem Meter Hoehe). Sehr schoene Anlage, putzig verwinkelt mit schoenem Blick auf den hafen und die Schiffe)

13 Uhr: Das Highlight des heutigen Tages: Ein Besuch in der Rumfabrik Brugal, dem bekanntesten Hersteller des weltbesten Rums und ueberhaupt mit gratis Kostprobe. Wir werden gleich von einem Typen in Empfang genommen, der erst auf Englisch und dann auf Deutsch Dinge ueber Rum und den Herstellungsprozess erzaehlt. Die genauen Zahlen sind mir irgendwie abhanden gekommen, aber Felix weiss sie bestimmt noch und ist gerne bereit, darueber zu referieren. Jedenfalls viel Rum aus noch mehr Zuckerrohr, der noch mit der Machete geerntet wird. Dann pressen und in verschiedenen Schritten verarbeiten, es entsteht Melasse. Dezenter Hinweis des freundlichen Mannes: Probiert ihr davon, werdet ihr den Rest des Tages den kleinsten Raum des Hauses nicht mehr verlassen. Ich frage mich, wie Felix in die Besenkammer passen soll. Dann geht es ins Innere der Fabrik, sofort schlaegt uns Rumgeruch entgegen. Ein Film ueber genau das gleiche Thema wird uns gezeigt. In Deutsch. Evtl. haetten sie einen Sprecher ohne muenchner Dialekt waehlen sollen. Dann besichtigen wir die Abfuellhalle. Also da, wo ganz viele lustige Menschen den ganzen Tag Schnaps verpacken. Nicht das, was ihr schon wieder gedacht habt. Laut, etwas chaotisch, aber alle sind gut drauf, winken und prosten uns zu. Unsere naechste Etappe ist der Shop, zuerst wird uns mit kleinen Plasrikbechern der Unterschied zwischen einem alten  (4 Jahre) und einem sehr alten (6 Jahre) Rum erlaeutert. Der Weisse (Blanco) ist uebrigens 2 Jahre alt, es gibt aber auch noch einen anderen Weissen mit 75 %, der ist besonders gut fuer Cocktails. Besonders ans Herz legen moechten wir allen Lesern, ihren Rum (4 Jahre) mit stark gesuesstem Cafe zu geniessen. Felix bekam darauf Schweissausbrueche. Aus Begeisterung, natuerlich. Aus Begeisterum haben wir auch dem Fuehrer einen von Pewee geschaetzten zwei-Tages-Lohn als Trinkgeld gegeben. Nachdem wir uns noch etwas mit Rum eingedeckt hatten, ging es weiter in die Innenstadt von Puerto Plata.

14 Uhr: Innenstadt. Sieht aus, wie aus ner Filmkulisse, alte viktorianische Holzhaeuser. Wir suchen eine Post auf, um unsere ca. 50 Postkarten loszuwerden. Die Briefmarken hier schmecken echt eklig.

15 Uhr: Rueckfahrt nach Santiago, durch die Berge. Auf dem Weg ueber die holprigen Strassen kauft Pewee fuer uns verschiedene kulinarische Leckerbissen: Zuckerrohr, frischen Kaese, Babybananen und seltsame, rosa Fruechte, deren Name uns nicht mehr einfaellt. Herrliche Panoramablicke, ein warmer Regenguss und Hunde vertreiben uns die Zeit.

gegen 16 Uhr: Besuch bei Pewees Familienkirche, hier werden Verstorbene beerdigt und woechentlich Gottesdienste abgehalten.

gegen 17 Uhr: Heimkehr. Dominikianische Planung: Wir fahren in die Berge, zum uebernachten. Alle Packen ihre Taschen, Nena macht 100 Sandwichs, Eisbox ist bepackt und startklar, Kopfkissen bereit. Hinweis: Wenn wir jetzt in die Berge fahren, koennen wir morgen nicht zur (etwas weiter entfernten) Grenze. Mmmhhh... Bloed. Ok, Lagebesprechung: Aehh, das Haus haben wir nur jetzt, nicht am Sonntag. Wozu ein Haus, wenn wir gar nicht uebernachten? Sonst gibt es da nichts zu sehen. In den Bergen, da sollen ganz tolle Wasserfaelle sein. Aber die sind zu. Aber wann anders Grenze geht nicht, weil da Pewees Vater nicht kann. (Pewee telefoniert). OK, ich fahre jetzt zum Flugplatz, wollt ihr mit?

18 Uhr: Morgen steigt hier ein fettes Modellflugzeugfestival, Pewee checkt die Lage. Wir beobachten die anderen Flieger, einen Paragleiter und einen aehh... Leichtflieger. Die Sonne geht unter.

ca 20 Uhr: Pewee bestellt bei McDonalds einen McFlurry Twix auf Deutsch: Du sagst es! und dann auf Spanisch eine Pommes, er bekommt beides.

ca.21 Uhr: Besuch beim Grossmeister des Modellflugzeugsports. Die ganze Wohnung ist voller Modellflieger, Modellfliegerteile, Modellfliegerzubehoer, Modellfliegerplaene, Modellfliegerauszeichnungen, Modellfliegerfotoalben (lol) und einem Modellfliegerhund. Puddel ist begeistert und wundert sich, dass die anderen nach nur drei Fotoalben wieder gehen wollen.

ca. 22 Uhr: Koestliche Tacos von Nena. Habsi.

Gute Nacht! 

1 Kommentar 12.7.09 07:29, kommentieren