... und keiner hatte Mitleid mit dem Kellner

Liebes Blogtagebuch,

Donnerstag, der 09.07.2009.

Wie bestimmt schon erwaehnt, war dies die erste Nacht ohne funktionierende Klimaanlage. Schwitzen, schwitzen, schwitzen. Wenn ich etwas an Deutschland vermisse, sind es die vertraeglichen Temperaturen in meinem Zimmer (natuerlich wenn die Klima hier kaputt ist :D)

Nach einer sehr unruhigen Nacht erwachten die dreisten Drei und liessen sich von einem koffeinhaltigen Heissgetraenk aufpeppeln. Direkt nach unserem Fruehstueck gingen die Reisenden ihrem Tagewerk nach. Dem Postkartenschreiben. Um dies aber erledigen zu koennen, stand erstmal ein langer und beschwerlicher Weg in den Supermarkt an. Nach dem Erwerb saemtlicher Postkarten und der erstaunlichen Erkenntnis, dass "Milky Way" hier weder weiss sind, noch so schmecken wie bei uns, gerieten wir ins Gruebeln, wie man es sonst nennen koennte. "Pferdekopfnebel" war Lucies Vorschlag. Felix benannte es nach dem Geschmack: "Mars". Ich wuerde es ja einfach "Nacht" nennen.

 Puenkltich um 13.00 Uhr: Mittagessen, von dem 3 Stdigen Kartenmarathon erholten sich die vom Schiksal gebeutelten indem sie das Essen genossen und Reime auf einen Kellner dichteten. Reime wie: "Das Essen tut uns wieder quaelen, wir muessen wohl den Kellner pfaehlen" oder "Wir werden unseres Lebens froh, ertraenken wir dem Kellner im Klo" oder "Der Kellner ist einer von den Strolchen, wir werden ihn lieber auch erdolchen." uvm.

Nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf werden neue Postkarten erworben, Buecher gelesen und Adressen herausgefunden. Einen weitern wichtigen Teil nahm auch das Spiel "Paper Plane" fuer den Gameboy Advanced ein. Im Prinzip ist es wie "Icy Tower" nur Umgekehrt.

19.00 Uhr: Voellig zur Verwunderung aller Beteiligten, und nicht ganz ohne peinliche Gefuehle, erwischten wir den Vater, der einen PC, den er nach eigener Aussage eh nicht brauchte, in unser Zimmer schleppte.

Nach einem unglaublich schoenen Sonnenuntergang, den wir vom Dach der Villa aus beobachteten, der den ganzen Himmel in Pastelfarben gehuellt hatte, einem gemuetlichen Abendessen und dem Bloggen gingen alle froehlich schlafen.

Danke liebes Blogtagebuch, dass du mir auch bei so kurzen Eintraegen zuhoerst. Ich moecht kurz alle gruessen, die dich lesen.

Bis bald

dein puddel

1 Kommentar 12.7.09 02:00, kommentieren

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Auf den Spuren des Kolumbus 8.7.09

Unser Tag beginnt aeuserst gemaechlich und wir das heist eigentlich nur ich stehen so gegen 9 UHr gut gelaunt auf und ich geniese einen Kaffe bis die anderen runterkommen. So zumindest der Plan nachdem ich das allmorgendliche Wasserglas in mich reingeschuettet habe und grade bei Nena den Kaffe ordern will klingelt das Telefon (Spannungsmusik). Niemand wichtiges dran. (puh nochmal Glueck gehabt. Aber da sofort schellt das Telefon wieder (in Wirklichkeit ignorieren wir das telefon hier so gekonnt wie der Rest Ab. und an erbarmt sich aber jemand und geht hin) Ich gekonnt ignorierend wende mich meinem zweiten Wasserglas zu da Nena anfgefangen hat via Pfeifen (ein anerkanntes Kommunikationsmittel in der Dom Rep) mit der anderen Haushaelterin sich zu unterhalten. Da schellt ein drittes Mal das Telefon und Nena geht ran. Ihr Glueck denn es ist Raphael (der Vater vom Pewee wer das noch nicht weis). Ich werde ans Telefon gerufen und er erklaert mir in seinem Englisch dass wir uns sofort fertig zu machen haben da er uns in einer halben Stunde aufpicken will und mit uns nach La Isabela Fahren will. Ich laufe Jubelnd nach oben um Lucie und Puddel Freudig zu wecken. Fuer alle die in geschichte jetzt vielleicht nciht so gut aufgepasst haben: La Isabella ist der erste dauerhafte Ort den Kolumbus in der Karibik gegruendet hat und der Ort an dem er das erste Mal die Neue Welt betrat. Die beiden noch ein bischen schlaftrunken beeilen sich dann aber sehr rasch auch fertig zu werden und sind in der verordneten halben Stunde (sehr zu meinem Erstaunen ( wie macht die Lcuie das mit ihren Haaren nur so schnell)) fertig.

Der einzige der fehlt ist Raphael. Also warten wir weiter und fruehstuecken doch noch. So langsam faellt sie uns wieder ein, die karibische Gelassenheit. In der Karibik kann sich eine halbe Stunde gut und gerne mal 2 Stunden hinziehen. Um kurz vor 11 schreckt er uns von unseren Broetchen mit Erdnussbutter mit seinem gewohnt lautem "hello my friends" auf. Wir steigen guter Dinge in unsere fahrende Festung und machen uns mit den Eltern von Pewee und einer Kiste gekuehlter Getraenke auf den Weg zum historischen Ort.

Unser Weg fuehrt durch eine malerische Landschaft mit zuckerrohr und Gebirgsformationen. Die Eltern halten die ganze Zeit nach einem Zuckerrohrverkaeufer Ausschau den sie um sein sogenanntes Cuio (wir wissen nicht wie man das schreibt) (der Stiel der Zuckerrohrpflanze) erleichtern wollen. Dieses Glueck ist uns leider nicht verrgoennt und so halten wir kurzer Hand nach 2 Stunden irgendwo im Nirgendwo an einem Restaurant um zu essen. Schon die Wahl ist nicht zu leicht da Puddel diverse Vorstellungen von Krabben und artverwandten Tieren hat und so kurzerhand dann doch Krabben bestellt anstadt das hier national typische Pollo (pojo gesprochen heist Huhn). Um zu demonstrieren dass es sich auch wirklich um frische Krabben handelt bekommen wir eine extra Vorfuehrung der Krabben und dem Puddel wird schon ein bsichen anders als er die armen Tiere mit ihrer harten Schale und ihren Glubschaugen in der Sonne darben sieht (na gut sie waren abgedeckt und wurden immer wieder mit Wasser uebergossen). Beim essen ist von der harten Schale und den Stielaugen ncihts mehr zu sehen. Sie wurden zerhackstueckelt und auf brutalste Art und Weise zusammengepanscht. Der tisch istt ansonsten mit den Nationalen Speisen von Reis Bannen Bohnen Salat und Pollo gedeckt so dass niemand hungern muss. Puddel schmeckt seine Krabbe sehr gut auch wenn er sich am Anfang ein bsichen zwingen muss sie runter zu bekommen. Waehrend unserem Mahl zeigt uns der Vater die oertliche Tabkstelle. als wirr erst ncihts sehen deutet er auf den Baum direkt hinter uns vor dem ein kleiner Tisch mit ein paar Flaschen Benzin stehen. Als das Essen abgetragen wird zeigt der Wirt wie man das beste Fleisch der Krabbe zu essen habe (meiner Meinung nach war er ein bischen beleidigt als Pussel sein koestliches Mahl dann nicht ganz aufessen will). Wohlgesaettigt machen wir uns auf gen La Isabella.

 Der grosse Moment ist gekommen wir fahren ein in das Gelaende vor dem archaeologischem Park. Dort bewundern wir erst einmal die Kaktushecken die hier alloertlich zu sehen sind. Nach einem kurzen Smalltalk mit der Kassirerin kommen wir nun auf den historischen Boden. Wir fuehlen uns schon wie im Siebten Himmel angesichts unserer Erwartungen und sind fast ein bsichen enttauescht als wir erst noch nach Rechts abbiegen muessen um eine Halle mit einigen Informationstafeln zu lesen (leider nur auf Spanisch - Schade). Doch dann kann uns nichts mehr halten und wir stuermen schon fast den Weg entlang um vor einem Feld von aeh nix zu stehen. Ja ihr habt richtig gehoert da war eigentlich ncichts es waren ein paar Grundmauern da und das wars auch schon in etwa. Die paar Kreuze die rumstehen zeigen wo der Friedhof und die Kirche sein sollten. Das einzige was noch einigermasen interessant ist, sind die Grundmauern des Hauses in dem einst Kolumbus gelebt haben soll. Hier bietet sich mir wieder einmal die Moeglichkeit mich ueber eine ganz bestimmte Spezies von Mensch aufzuregen: dem Homo Amerikanis. Da wagt es doch so ein kleiner Ammischeiser auf den Grundmauern des Hauses von Kolumbus rumzuspringen. Wir haben gedacht wir bekommen die Kraetze. naja wie auch immer. Nach all diesen Enttaeuschungen fragen wir Pewees Eltern wieso hier eigentlich nichts ist. Grund hierfuer ist Trujilo der zur 450 Jahrfeier der Entdeckung der Neuen Welt hier einmal "aufraeumen" lies. Leider hat er dazu einen Fuehrer eines Bullldozers auserwaehlt. Dieser Mann hat dan kurzer Hand alles weg was da so rumstand. In solchen Momenten moechte man - oder evtl auch nur ich das ist mir auch egal - einfach nur noch weinen. Betruebt begeben wir uns wieder Richtung Auto und kommen noch mal zu der Kaktushecke die den Besuch deutlich mehr wert gewesen sit als der Rest.

Um uns ein bischen aufzuheitern fahren uns die Eltern an den Strand von La Isabelle. Dort wollen wir uns sofort die Kleider vom Koerper reisen und ins Wasser rennen. Doch auch hier haelt der Ort eine Enttaeuschung bereit und wartet uns mit einem sehr sehr flachen strand auf so dass man das Gefuehl hat am norddeutschen Wattmeer zu sein. Also wieder nur rumgeplansche anstatt mal richtig zu schwimmen. So ein Mist. Nach gut einer Stunde in dem naja so warmen Wasser wie man es in einem Kinderplanschbecken erwarten wuerde begeben wir uns wieder ins Auto und fahren los.

Auf dem Heimweg halten wir noch an einer Kirche die wunder wunder schoen ist. Also war der Ort zumindest kein absoluter Reinfall sondern nur ein historischer. In dieser Kirche erfahren wir nun auch woher Pewee seine Art hat: Sein Vater ist schuld. NAchdem wir grade mal 2 Minuten in der Kirche sind (Die Zeit vom Auto bis zur Kirche mitgerechnet) rennt er auch schon wieder zum Auto. Man kann also nciht sagen dass die Menschen heir nciht Kulturinteresse hegen wuerden sondern dass nur in dieser Familie ein eigenes Gen dafuer verantwortlich sien muss entweder alles in einem Augenblick zu erfassen und zu betrachten oder einfach die Blase zu sehr drueckt als das man mehr Zeit fuer Kultur aufwendet.

Auf dem Rueckweg beginnt auch meine Blase an zu druecken und so bin ich dann doch heilfroh als wir die uns wohlvertrauten Gestade wieder erreichen. Am Abend geniesen wir wie so oft das warme Klima auf der Terasse bei einem kuehlen Drink und einem guten Buch. das wunderbare Essen der wunderbaren Nena verzaubert uns weider einmal und so koennen wir dann auch wohlgenaehrt ins Bett fallen und Kraft fuer einen neuen Tag sammeln.

So steht es geschrieben in dem Buche Felix 1.1 -1. ende

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Treppensteigen ist hier anstrengender als in Deutschland - 07.07.2009

 Heute ist wieder Dienstag. Klappe die zweite fuer den Pfarrer der Oma. Frueh lang gechlafen, dann zum woechentlichen Treffen mit der Pewee Familie bei dessen Oma.

12.30 Uhr: Der Pfarrer draengt uns diesmal keinen Alkohol auf, schade. Dafuer fragt er mich (also Lucie), ob ich denn mittlerweile schon tanzen gelernt habe. Ich verneine, er ist entsetzt, wendet sich von mir ab und beschimpft Pewee. Ueber Pewees Mutter lasse ich ihm Ausrichten, dass ich dem Tanzen grundsaetzlich eine eher ablehnend gegenueber stehe. Er lacht und nimmt an, ich sei wohl eher der mathematische Typ...

14.00 Uhr: Nach dem essen schaffen wir es kaum, die wirklich wenigen Stufen hoch zu Pewees haus zu erklimmen. Von der Anstrengung geschwaecht legt sich Felix erst mal zu einem Mittagsschlaefchen hin, Puddel und ich lesen.

15.00 Uhr: Pewees Vater faehrt uns in die Innenstadt, wo wir ein Museum besichtigen: das Teil ist unglaublich, voller DINGE!

Es sind zwr nur fuenf Raeume, aber die sind wirklich von oben bis unten vollgestopft mit, mit, mit DINGEN!

Also: Karnevalsmasken in allen Formen, Groessen, Farben und Altersklassen, Religioese Gegenstaende: Figuerchen von Maria und Jesus und so, Bildchen von allen moeglichen Heiligen, Tainokunst, Handwerkszeug der Landbevoelkerung, alt und neu, z. B. eine Wasserfilteranlage, bestehend aus einem Stein, durch den das Wasser tropft und einem Auffangbecken, Antiquitaeten, Schund, Modelle, Zeitungsartikel, Auszeichnungen, Statuen, Karnevalsmasken (noch mehr), Bilder, Katzen, Drachen und noch viel, viel mehr... und noch mehr... und noch etwas mehr.

Ich fand's voll toll. Gefuehrt wurden wir von einem sehr netten Herren, der so ca. 5 Worte Englisch konnte. Wir haben trotzdem alles verstanden. Oder auch nicht, egal.

ca. 16.00 Uhr: Als wir uns von der Informationsfuelle wieder erholt hatten, brachen wir auf zur Calle del Sol, sozusagen der Hauptstrasse. Die gingen wir dann in Richtung des grossen Monumentes entlang, dass wir schon am Tag unserer Ankunft angesehen hatten, und das uns jetzt als Treffpunkt mit Pewee oder Pewees Vater dienen sollte. Auf dem Weg begegneten wir vielen Menschen, fliegenden Haendlern, Autos, aber zum Glueck nicht allzu nah, und wurden des oefteren Angesprochen. Ein Mann z.B. wollte kein Geld (er sprach englisch) aber ob wir vielleicht zu McDonalds gehen koenten, um ihm was zu essen zu kaufen? Ein anderer erzaehlte auf Deustch, er werde dem Naechst in Regensburg Urlaub machen, er raet uns zu einem Museum, dass ganz in der Naehe ist. Wenig spaeter gehen wir in eine Kirche, da spricht uns jetzt eine Frau an, beziehungsweise: sie deutet, dass wir uns auch noch den ganz kleinen Raum ansehen sollen, der offensichtlich nur zum Beten da ist... wir lehnen ab. In diesem Moment kommt wieder der Deutsch sprechende Typ rein und spricht jetzt Englisch. Er erzaehlt von der Arbeit fuer Kinder, die er fuer die Kirche macht und ob wir uns nicht mit ihm das Museum ansehen wollen, das ganz in der Naehe ist. Geschickt umgehen wir ihn und weiter geht's zum Monument.

ca. 17.00 Uhr: das Monument hat trotz der Ansage des Vielsprachigen Typen noch offen. Innen ist eine kleine Ausstellung ueber die Geschichte der Dominikanischen Republik. Sehr dramatisch, sehr blutruenstig und sehr Spanisch, sodass man kaum was versteht. Von oben hat man einen tollen Blick auf Santiago.

So gegen 18.00Uhr schmeissen sie uns dann raus.

So gegen 19.30 Uhr werden wir von Pewees Mutter abgeholt, bis dahin haben wir die Aussicht und den Wind genossen, der ueber den Huegel des Monuments streicht und den DomRep Kindern beim Drachensteigen lassen zugesehen.

Wir lassen den Tag bei etwas Bananenmus und Sandwich bzw. Ruehrei ausklingen.

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Und nun zu etwas voellig anderem!

Liebes Blogtagebuch,

Wir schreiben den 06.07.2009, Sternzeit ist ein schoenes Wort, Kaptian Kirk. Klingonen sind Schweine…

Jetzt wirst du dich socher wundern, warum ich den Eintrag zu meinem Geburtstag so beginne. Ja eigentlich wollte ich ihn auch garnicht so beginnen. Eigentlich wollte ich schreiben. 0.00Uhr: Puddel ist nun, wie mich ein Freund von mir hingewiesen hat, im Amerikanischen Sinne Volljaehrig. Aber das erscheint mir problematisch, da ich mir nicht sicher bin, wann ich nun Geburtstag habe. Ihr werdet euch jetzt sicher wundern und denken, der Puddel spinnt doch… aber mal ehrlich. Habe ich hier am 6.7. von 0.00 – 24 Uhr Geburtstag? Oder, wegen der Zeitverschiebung und meines eigentlichen Geburtstorts in Franken,  vom 5.7.09 um 18.00 Uhr bis zum 6.7. um 18 Uhr Geburtstag? So erreichte mich von meiner Freundin bereits am 5.7. der erste Glueckwunsch der aber mit einem Zeitstempel vom 6.7 versehen war. Der konstruktivste und einfallsreichste Beitraeg zu diesem Thema wird von mir auf ein Eis eingeladen.

Aber nun zu etwas voellig anderem.

9.00 Uhr: Die Dreisten erwachen und Puddel bekommt seine ueberaus passenden Geschenke. Das “Best of” von Monty Python und ein Buch “Und nun zu etwas voellig anderem” ueber Monty Python. Hiermit moechte ich mich kurz bei allen bedanken, die an den Geschenken beteiligt waren!!! Der gesammte folgende  Vormittag bestand im Prinzip nur noch aus lesen, schlafen und bloggen.

13.00 Uhr: Mit einem herzlichen Glueckwunsch, einer Torte und einem lustigen Schild mit der Aufschrift “Happy Birthday Dominic” gratuliert die Familie Rodriguez dem Geburtstagskind und leutet so das Mittagessen.

14.30 Uhr: Puddel beendet den Blogeintrag, den er um 11.00 Uhr begonnen hat. Er klickt auf Bloggen und der, leider ungesicherte Eintrag, verabschiedete sich in die unendlichen Tiefen des Alls. Auch esoterische Bestellung an das Universum konnte ihn nicht zurueckholen.

15.00 Uhr: Die gesammte Gruppe, leider ohne den kleinen spanischen Jungen, besucht die Mall der Stadt, und bemerkt erst spaet, dass eigentlich keiner was kaufen moechte. Nach dem Besuch gehen wir in eine Videothek und leihen sich fuer den abendlichen Kinoabend, den wir im Heimkino von Pewees Onkel bestreiten werden, die Filme “Ocean Thirteen” und “Max Payne” aus.

22.00 Uhr: Wem der uebergrosse Zeitsprung aufgefallen ist, der zwischen diesem und dem vorrigen Punkt liegt, wir sich damit begnuegen muessen, dass wir wirklich nichts dazwischen getan haben. Wir haben getrunken, die Sonne genossen, Buecher gewaelzt und auf das Abendessen gewartet.  Also 22.00 Uhr gabs dann Abendessen.

22.30 Uhr: Aufbruch zum Heimkino des Onkels. 50 Meter Luftlinie von Pewees Villa. Ein ueberraschend grosser Raum, ausgestattet mit kaltblauer,  passiver Beleuchtung durch Neonlampen an der Decke, einem elektronischen Schlagzeug, einem elektronischen Saxophon (gar nicht gewusst, dass es sowas gibt!), einer E-Gitarre,  Fotomontagen von Kinopostern die die Familie des Onkels auf Superheldenkoerpern zeigten, einer Dolbysurroundanlage, einem Beamer, einer Leinwand, einem Laptop und sonstige technische Geraete und Stuehle aus einem Kino machten den Raum zu dem perfekten Heimkino ueberhaupt. Der Film “Max Payne” wurde nach dem Anfangssaetzen “ I only believe in pain and death” zur Schonung der Eltern und unseres guten Rufes abgebrochen und “Oceans Thirteen” der Film des Abends. Fairer Weise muss man sagen, dass wir die Eltern vorgewarnt hatten, das Max Payne “a possibly very cruel movie” sein koennte.  Es machte ihnen nichts aus. Auch noch zu erwaehnen ist, dass Felix diesen Film nicht anschauen wollte, zumindest nicht mit den Eltern; nachdem aber die Eltern keine Einwaende hatten, entschieden wir uns vorlaeufig doch fuer Max Payne, bis zum oben genannten Satz.

0.50 Uhr: Voellig uebermuedet gehen wir nach diesem langen und beschwerlichen Tag in die Heia.

Noch kurz ein Nachgedanke. Warum regnet es hier so gut wie niemals, aber an meinem Geburtstag sehr ausgiebig?? Petrus loves you. (...nicht)

Danke liebes Blogtagebuch, dass du mir heute wieder zugehoert hast. Bis auf ein weiteres Mal.

Dein Puddel

1 Kommentar 9.7.09 03:28, kommentieren

5.7. home sweet home

Damit der Puddel jetzt hier glücklich ist werde ich jetzt hier schreiben, dass man die alten Einträge unter RSS Feed nachlesen kann wenn sie nicht angezeigt werden (was ich ja immer noch glaube da der Laptop nicht so top funktioniert). So und jetzt zu den wichtigen Dingen im Leben. Es war einmal vor langer langer Zeit in einem Land weit weit weg, da begab es sich das 3 kleine unerfahrene und total verrückte Abiturienten am Strand die ein oder andere Spirituose zu sich nahmen. Als Tribut dafür mussten sie am nächsten Tag ganz ganz lange schlafen und standen daher erst zu einer späten Stunde auf da sie von ihrem treuen kleinen Begleiter mit köstlichen Gebäck aus dem Bett gelockt wurden. Nach diesem stärkendem Mahl vielen sie jedoch teilweise wieder zurück auf ihre Bettstatt um diverse Pergamente zu studieren. Doch auch das längste Pergament geht eines Tages zu Ende und so wurde die zeit mit "planschen" verkürzt. Von einem fahredem Händler erstanden sich der Recke Pudelius und der Magier Felix einen Hut um sich vor der sengenden Sonne, die von ihren Feinden geschickt wurde, zu schützen. Die holde Maid Luciea wollte trotz merhfachem Hinweis keinen erstehen und bezahlte hierfür den hohen Preis der roten Kopfhaut. Nach einem Sonnenbad und einem erquickendem Gespräch mit dem Oheim unseres Gefährten und Führers P. machten wir uns auf um mit unseren Gesattelten Pferden gen Westen in die Stadt mit dem Namen Hafen des Silbers zu reiten. In der Straße des Getränkes der Freiheit der Cubaner, einem Volk auf einer Insel im Norden, fragten wir nach dem Weg zu einer Raststation um unseren Pferde Ruhe zu gönnen. Dort angekommen bezwangen wir mit Hilfe eines Seilkonstruktes den Berg der uns das Umland und eine riesenhafte Götzenstatue zeigen sollte. Bevor wir jedoch dort hin gelangen konnten waren wir gezwungen eine Horde wilder Musikanten die Stirn zu bieten und einen Taschenspieler zu besiegen. Auf dem Berg angekommen warnte uns unsergetreue Gefährte PW davor allzulange zu verweilen und lief im Laufschritt um das Plateau. Grund hierfür ist neben seinen Genen die, in diesen Breitengraden, sehr rasch hereinbrechende Finsternis die ds Manövrieren unserer Pferde zu einem schweren Unterfangen machen würde. Nur flüchtig die Flora und Fauna dieses Flecken Erdes wahrnehmend begaben wir uns wieder zu unseren Pferden und machten uns wieder auf den Weg gen Heimat. Auf der heimatlichen Burg angekommen packten wir einen Flugdrachen ein um mit ihm die Winde zu reitne die in der großen Stadt der Ritter auf uns warteten. Mit Hilfe des kleinen Pagens gelang es dem Helden PW auch diese Queste zu meistern. Der Erschöpfung nahe führte uns jener Held zu einem Stand an dem es, wie er sagte, eine Speise gab die man eigentlich erst dann zu kaufen habe wenn man ein Gegenmittel für die Auswirkungen von alkoholischen Genussmitteln brauche. Am Ende unserer Kräfte gingen wir in unsere Kemmenaten und Schlafgemächer um Kraft für den Jahrestag des Pudelius zu sammeln. Doch dies ist eine andere Geschichte. Der Zauberer und Chronist der Gemeinschaft der Wahnsinnigen Felix

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Eine Woche seit dem Abiball - 04.07.09

07.07.2009, 22.40 Uhr: Lucie kommt in unser Schlafzimmer in Pewees Haus, Felix liegt im Bett und bildet Saetze auf Latein, Puddel spielt Gameboy. Puddel: hast du schon geblogt? Lucie: Nee, ich fang aber gleich an... Tja, dumm gelaufen fuer mich... Aber wir sind mittlerweile mit dem Blog so in Verzug, dass wir mit allen Mitteln aufholen muessen. Wir schlafen nicht mehr, wir essen nicht mehr, wir trinken nicht mehr, wir gehen nicht mehr aufs Klo, wir schreiben ununterbrochen...nicht. Ich werde mich ein bisschen kuerzer fassen, damit wir voran kommen. Also: 04.07.09 frueh um Acht, oder so: Wir brechen von der Halbinsel Samana auf in Richtung Cabarete, den gleichen Weg wie gestern. felix sucht eifrig nach einer passenden Palme zum erklettern, Puddel schlaeft, ich geniese die Landschaft. ca. 9.30 Uhr: die von Pewee gestern gefellte Pillone liegt noch immer auf der Strasse. Der tropische Regen bleibt aus, aber es troepfelt ein bisschen. Kurz vor 12 Uhr, kurz vor Cabarete, in einer kleinen Stadt. BOOM, das Auto wird erschuettert. Irgend ein Idiot ist an unserem Ausenspiegel haengen geblieben. Das Spiegelglas ist voellig kaputt... Wir sind alle ueberrascht, dass nicht schon frueher was passiert ist. Natuerlich ist der ungeschickte Fahrer ein Auslaender (Amerikaner): auch sein Spiegel ist kaputt, aber weil er die Fensterscheibe offen hatte, sind ihm Splitter an den hals geflogen und haben ihn geschnitten. Angesichts seines bemittleidenswerten Zustandes einigen wir uns auf ein Unentschieden und fahren weiter. 14 Uhr: Auf den Schock faehrt Pewee erst mal zu einem Villenpark in der Naehe, in dem seine Oma ein Haus hat (Die Frau hat ueberall Haeuser, ich glaube, ihr gehoert die halbe Insel...). Eine Uebernachtung hie kostet 1000 Dollar. Ohne Probleme werden wir durch die Schranke am Eingang gelassen. Pewee will in der oertlichen Villenlandschaft schwimmen gehen. Sehr stilvoll: Rasen, viele verschiedene, auch alte Baeume, Liegestuehle mit direktem Blick und zugang zum Meer. Poollandschaft traumhaft. Ich trete mit meinem Flip Flop in einen Kaugummi, der neben meiner Liege am Boden klebt. Schade. 15 Uhr: Aus unserem Plan, heute noch die erste dauerhafte Siedlung Amerikas zu besuchen, wird wegen des Spiegelmissgeschickes nichts, stattdessen fahren wir in einen Ort ganz in der Naehe, Sosua, zum Mittagessen.Wir gehen zum Essen in ein kleines Restaurant, das Pewee gut findet, Puddel und ich teilen uns einen Red Snapper 9Ich esse eigentlcih keinen Fisch, aber Pewee meint, hier gaebe es den besten Fisch weit und breit, da kann ich nicht widerstehen). Waehred wir warten, geht Pewee wieder schwimmen. Vom Fisch hat er nicht zuviel versprochen, er ist ausgezeichnet. Sogar Felix probiert ein Stueck! Aber er stellt es so geschickt an, dass es keine Beweisfotos dafuer gibt. Sehr schoene, beschattete Strandmeile mit putzigen Laeden mit Souvenirs und DINGEN. Eine Bude heisst "Deutsche Botschaft", wir verzichten auf ein Mahl aus Frikadellen und Bratwuersten. Die Bewegungsfreiheit ist etwas eingeschraenkt, weil ca. alle 5 meter jemand auf Pewee zukommt, um ihn zu begruessen. Er kennt einfach jeden. 16 Uhr: Wir sind wieder in Cabarete und haben irgemdwann ein Zimmer ergattert, die Zeit bis dahin verbringen wir am Strand. Dann gehen wir etwas Spazieren, Postkarten und Rum kaufen. Da wir planen, auch morgen noch in Cabarete zu bleiben, denken wir, der Zeitpunkt ist optimal fuer unsere Rumaktion. Lauritz hat uns naemlich aufgetragen, zu dritt eine Flasche Rum zu nehmen und sie in einer schoenen Nacht am Strand unter einer Palme zu leeren. Um Auf- und Ausfaelligkeiten zu vermeiden beschliesen wir aber, nur eine kleine Flasche zu kaufen (Sorry, Lauritz), dafuer aber vom besonders Alten der hiessigen Marke Brugal. Als wir zurueck zum Zimmer kommen, warten Pewee und der kleine, spanische Junge schon seit einer halben Stunde auf den Zimmerschluessel. 17 Uhr: Wir gehen zum strand planschen, lesen, reden halt, was manso am Strand macht. Nach einiger Zeit geht die Sonne unter und wir bereiten uns auf den Abend vor. 20 Uhr: Pewee geht zu einem Cousin essen, wir drei essen im gleichen Restaurant am Strand wie gestern. Schoene Stimmung: Viele zufriedene Leute, Kerzen und Fackellicht, beleuchtete Palmen, das Meer rauscht, der Sand unter unseren Fuessen. Sehr gute Cuba Libres. Wir werden von einer putzigen Kellnerin auf Englisch bedient, als sie fragt, ob Puddel seinen Salat mit Huenchen oder ohne will, antwortet er mit einem "chicken!" (wiebei den yeap yeaps oder wie man die schreibt, den Aliens aus der Sesamstrasse) und er wiederholt diesen Begriff immer, wenn die Kellnerin auftaucht. Als sie uns das Essen bringt, wuenscht sie einen guten Appetitt und "chicken!". ca. 22 Uhr: Wir gehen wieder auf unser Zimmer, um den Rum zu holen und suchen uns ein schoenes Plaetzchen am Strand. Leider sind alle schoenen Palmen von Restaurants belegt, wir entscheiden uns nur fuer Sand, in genau (?)17 metern Abstand vom Meer. Der Rum ist echt gut, laesst sich auch gut pur trinken. Hat schon jemand geblogt, dass der grosse wagen hier falsch geparkt ist? Er steht auf dem Kopf. Irgendwann nachts: Die Flasche ist leer, wir sorgen uns, dass Pewee wieder vor unserer verschlosenen Zimmertuer steht und gehen heim. Alles ist aber in Ordnung, ich hatte nur die ganze Nacht Strandsand in meinem Bett.

8.7.09 05:43, kommentieren

Manchmal sind Pferde doch angenehmer als Menschen ...

Liebes Blogtagebuch. Freitag, der 3.7.09, gefuehlte 6.45 Uhr: Puddel erwacht und alle anderen schlafen noch. Naja 15 Minuten laenger schlafen hat noch niemandem geschadet. 7.00 Uhr: Puddel erwacht zum zweiten mal und ploetzlich sind alle schon am packen. Puddels Verwirrung wird nun noch etwas andauern. Das Zimmer ist geraeumt, die Koffer gepackt und Pewee wartet mit Cousin vor der Tuer im Auto. Kaum hatten Lucie, Felix und Puddel die Tuer hinter sich verschlossen und das Treppenhaus verlassen, war Pewee samt Auto und "Primo" weg. Waehrend Felix und Lucie schlichtweg verwirrt waren, erlebte Puddel ein Deja-Vu des Vorabends. Kurz darauf kehrte Pewee mit einem Laecheln im Gesicht zurueck und erklaehrte, dass er nur schnell Eiseinkaufe war. Und so begann der lange Weg nach Osten. 9.00 Uhr: Voellig ausgehungert und dementsprechend kraftlos erreichten die dreisten Drei und ihre karibischen Freunde Rio San Juan. Kaum ausgestiegen beanspruchten sie die Dienste eines ansaessigen Restaurants. Kaum, da die Bestellung aufgegeben war, wurden die Drei von verplanten Mitteleuropaeren zu ausgewiesenen Experten der Gastronomie und der Inneneinrichtung. Die Decke muesse erneuert, die Waende gestrichen, der Fussboden neu verlegt und das Moebiliar ausgewechselt werden. Desweiteren legten wir dem Besitzer ans Herz, die Zubereitungszeiten stark zu verkuerzen und die Speisekarten in mindestens fuenf weitere Sprachen uebersetzen zu lassen, da dies die kommunikation vereinfachen wuerde. Die Bedienung, die definitiv kein Deutsch sprach, nahm dies allerdings kaum zur Kenntnis. Gut gestaerkt und voller Tatendrang enterten die Unermuetlichen ein Boot und zwangen den voellig ueberrumpelten Kapitaen sofort in die offene See zu stechen. Gegen eine kleine Bestechungssumme von 300 Pesos pro Person war der hartnaeckige Kapitaen doch zu ueberzeugen und wir brachen auf zu neuen Ufern. Wohl wissend um das schier unberechenbare Risiko welches solch gewagte Aufbruch in sich bracht. Der Kapitaen manoevrierte uns durch einen Mangrovewald, indem karibische Voegel von unglaublicher Spannweite brueteten. Kaum hatten wir diesen durchquert, kamen wir aufs offene Meer. Gelbe Korallenriffe und ein tuerkisblaues Meer begruessten uns. Der Kapitaen lenkte uns in eine Hoehle und zeigte uns die einheimischen Krebsarten. Mitten auf dem Meer wollten wir unser Glueck teilen und riefen unsere Geliebten im fernen Osten an. Natuerlich nur um unser Glueck zu teilen, und keinesfals um sie neidisch zu machen. Den naechsten Punkt den unser Kapitaen ansteuerte war eine Bucht, die sie "das Schwimmbad" nennen. Azurblaues Wasser, glasklar und glatt. Keine Welle die diese Ruhe stoert. Dazu die Sonne und der wolkenlose Himmel, Herrschaften, so solls sein! 10.30 Uhr: Nach diesem Erlebniss versprach uns der Kapitaen seine ewige Treue und wir fuhren weiter Richtung Plata Grande. Ein wunderschoener weisser Strand mit Plamen. Hierbei ist wichtig zu erwaehnen, dass man hier See(strassen)hunde finden kann. Auch versteinerte Schildkroeten sind nicht selten. 11.20 Uhr: Auf dem Weg zu Samana, wurden die Reisenden erneut von einer Gruppe voellig unqualifizierter Soldaten angehalten, die sich erdreissteten, nach der Fahrerlaubnis zu fragen. Im Gegensatz zu ihren Kollegen in der Stadt, waren die Soldaten, voellig unerwarteter Weise, in der Lage einen gueltigen Fuehrerschein von einem ungueltigen zu unterscheiden. Pewee sah sich nun genoetigt einen auf hart zu machen. Er fragte, nebenbei, ob er seinen Freund, den Polizeichef der dominikanischen Republik anrufen solle, um die Situation erklaeren zu koennen. Ausserdem hielt er vorsichtshalber mal seinen Polizeiausweiss bereit, den er fuer Zusammenarbeit mit der Polizei von der Uni verliehen gekriegt hat. Endgueltig verunsichert und aus Angst vor Strafe durch den Polizeichef, gaben sich die Rechtshueter geschlagen und liessen uns ziehen. 11.49 Uhr: Als Lucie Felix bat, dass er sich nicht so breit auf der Rueckbank machen sollte, antwortet Felix: "Franzosen (mittlerweile Synonym fuer Lucie) kleiden sich schamlos und haben nicht mehr Platz verdient." 12.08 Uhr: Felix sieht Nadelbaeume. Zweimal. 12.09 Uhr: Puddel sieht Palmen. 12.10 Uhr: Lucie sieht Reisfelder. 12.30 Uhr: Pewee faehrt, ohne gross davon Notiz zu nehmen, eine Warnpilone einer Baustelle um. Die europaeischen Insassen sind verwirrt. 13.00 Uhr: Die Erlauchten erreichen Samana, die bedeutende Kuestenstadt. Einst von Hippies als Hochburg fuer Individualtourismus gefeiert, wurde die Stadt erst vor 15 Jahren an das Strom- und Wassernetz angeschlossen. Kaum hatten wir die Stadtgrenze erreicht verfolgten uns Motorraeder. Verkaeufer, die uns ihre Bootsreisen schmackhaft machen wollen. Pewee haelt an. Waehrend der Eine uns sein Angebot unterbreitet, kommt zum anderen Fenster ein Anderer, der uns ebenfals sein Angebot unterbreiten will. Zwischen beiden Verkaeufern entsteht ein hitziger Streit um unsere Gunst. Ohne unser Zutun verringert sich der Kaufpreis von ehemals 2000 Pesos pro Person auf 1000 Pesos. Dieses Gefecht, gefochten durch die Fenster des Autos, lenkt Pewee. Er laesst geschickt unsere Interessen einfliessen und passt gleichzeitig auf, dass sich keiner der Anwesenden massakriert. Leicht ueberfordert vom Angebot, wollen wir bei einem Essen ersteinmal die Nachfrage besprechen. Entgegen unserer Erwartungen und schon leicht genervt stellen wir fest, dass uns die Bootskapitaene sogar ihr Lieblingsrestaurant zeigen wollen und uns beim Bestellen zusehen. Letztendlich haben wir keinen der beiden Angebote genommen, da es bei dem Trip nur zu einem Strand auf einer kleinen Insel gehen wuerde. Erneut ist aber etwas anderes Auffaellig, die dominikanischen Republikaner haben es echt nicht drauf schnell Essen zu kochen. 15.00 Uhr: Endlich gesaetigt besteigen wir das Auto und brechen Richtung Limon auf, um den bekannten Wasserfall zu besuchen. Kaum angekommen fanden wir am Strassenrand einen Anbieter, der uns auf Pferden zum Wasserfall fuehren wollte, wenn er auch sein Preis-Leitsungsverhaeltniss masslos ueberschaetzte. Pewee brachte den Herren auf den Boden der Tatsachen zurueck und drueckte den Preis massiv. Bereit loszulegen schwangen wir uns auf die Pferde. Dann holte sich jeder noch ein Eis und wir reiten los. Anfaenglich ueberwog, zumindest bei mir, die Angst vor dem Pferde. Als mein ganz persoenlicher Reisefuehrer mich aber fragte, ob ich eine dominikanische Frau haben wolle, denn diese seien ausgesprochen gut, und er koenne da was machen, und als bei der botanischen Fuehrrung er mir Marijuanna unter die Nase rieb, war meine Scheu vor Pferden schlagartig verschwunden und ich versuchte mich nur noch dem Tiere zu widmen. Saemtlicher unserer Befuerchtungen zum Trotz entlohnte uns das Schiksal, nach langer und beschwerlicher Reise mit einem huebschen Flecken Erde. Ein Wasserfall der 30m in die Tiefe stuerzte und dort einen kleinen See immer tiefer aushoehlte. Das gesammelte Wasser umspuehlte den lehmigen Boden und den grauen Fels und floss in einem kleinen Fluss weiter in den Wald. Ein traumhaftes Bild. Wirklich angetan beschlossen wir zu verweilen und gingen schwimmen. Nach ungefaehr einer halben Stunde brachen wir zur Rueckreise auf. Pewee, Louis und Puddel waren am schnellsten zurueck, boese Zungen behaupten wir haetten durch unser Gehopse den Pferden das Rueckrad gebrochen, und ganz will ich das hier nicht abstreiten. Kaum wieder im Auto verpflichtete der Reiseleiter uns dazu Trinkgeld zu geben. Pewee beendete die Diskussion, in dem er das Fenster schloss und Richtung Las Terrenas losfuhr. 18.15 Uhr: Nun war also auf Las Terrenas unsicher. Kaum angekommen setzte Pewee, Lucie, Felix und Puddel am Strand aus und beschwoerte seine Ankunft in 15 min. Allerdings scheint nichtmal unser hoechst eigener dominikanischer Republikaner ein Zeitgefuehl zu haben. So uebten Felix und Puddel sich im Anschleichen an kleine spanische Jungen. Sie liessen sich mit der Stroemung treiben und krabbelten am Strand in Richtung des Jungen. Allerdings war der Junge unglaubluch gewitzt und entdeckte die Abenteuerer immer vorher und konnte rechtzeitig fliehen. Lucie hingegen uebte sich in aktivem nichtstun und meditierte auf der Wasseroberflaeche. Nach gefuehlten Stunden kam Pewee und sein Primo auf einem Quard angefahren, dass sogleich von allen Beteiligten ausser Felix getestet wurde. Als alle fertig angezogen und getrocknet waren, machten wir uns auf den Weg ins Hotel. (jaaaa, 5 Leute auf einem Quard und die Polizei stoerte es nicht.) 20.15 Uhr: Das Hotel war mehr ein Reihenhausbungalow, mit Swimming Pool und der Hausnummer 17, was unweigerlich ein Zeichen darstellen musste!!! Waehrend Felix und Lucie sich dem Duschen und Lesen hingaben, gingen Pewee, Louis und Puddel noch ein wenig plantschen. Als sich alle getrocknet und gebadet hatten, gingen wir essen. 21.00 Uhr: Die Gruppe sucht sich im Italiener einen Sitzplatz und wartet auf die Bedienung. 21.30 Uhr: Pewee nimmt selbst die Bestellung auf und leitet sie weiter. 23.00 Uhr: Dominikanische Republiker haben es nicht so mit dem schnellen Essen kochen, doch endlich koennen wir essen. 23.15 Uhr: Zuerueck im Hotel fallen alle nur noch in ihre Betten und schlafen. Danke das du mir heute abermals zugehoert hast, nachdem du mir gestern diesen ganzen Eintrag, mangels Qualitaet, geloescht hast. Bis bald und schlaf gut Dein Puddel

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