Manchmal sind Pferde doch angenehmer als Menschen ...

Liebes Blogtagebuch. Freitag, der 3.7.09, gefuehlte 6.45 Uhr: Puddel erwacht und alle anderen schlafen noch. Naja 15 Minuten laenger schlafen hat noch niemandem geschadet. 7.00 Uhr: Puddel erwacht zum zweiten mal und ploetzlich sind alle schon am packen. Puddels Verwirrung wird nun noch etwas andauern. Das Zimmer ist geraeumt, die Koffer gepackt und Pewee wartet mit Cousin vor der Tuer im Auto. Kaum hatten Lucie, Felix und Puddel die Tuer hinter sich verschlossen und das Treppenhaus verlassen, war Pewee samt Auto und "Primo" weg. Waehrend Felix und Lucie schlichtweg verwirrt waren, erlebte Puddel ein Deja-Vu des Vorabends. Kurz darauf kehrte Pewee mit einem Laecheln im Gesicht zurueck und erklaehrte, dass er nur schnell Eiseinkaufe war. Und so begann der lange Weg nach Osten. 9.00 Uhr: Voellig ausgehungert und dementsprechend kraftlos erreichten die dreisten Drei und ihre karibischen Freunde Rio San Juan. Kaum ausgestiegen beanspruchten sie die Dienste eines ansaessigen Restaurants. Kaum, da die Bestellung aufgegeben war, wurden die Drei von verplanten Mitteleuropaeren zu ausgewiesenen Experten der Gastronomie und der Inneneinrichtung. Die Decke muesse erneuert, die Waende gestrichen, der Fussboden neu verlegt und das Moebiliar ausgewechselt werden. Desweiteren legten wir dem Besitzer ans Herz, die Zubereitungszeiten stark zu verkuerzen und die Speisekarten in mindestens fuenf weitere Sprachen uebersetzen zu lassen, da dies die kommunikation vereinfachen wuerde. Die Bedienung, die definitiv kein Deutsch sprach, nahm dies allerdings kaum zur Kenntnis. Gut gestaerkt und voller Tatendrang enterten die Unermuetlichen ein Boot und zwangen den voellig ueberrumpelten Kapitaen sofort in die offene See zu stechen. Gegen eine kleine Bestechungssumme von 300 Pesos pro Person war der hartnaeckige Kapitaen doch zu ueberzeugen und wir brachen auf zu neuen Ufern. Wohl wissend um das schier unberechenbare Risiko welches solch gewagte Aufbruch in sich bracht. Der Kapitaen manoevrierte uns durch einen Mangrovewald, indem karibische Voegel von unglaublicher Spannweite brueteten. Kaum hatten wir diesen durchquert, kamen wir aufs offene Meer. Gelbe Korallenriffe und ein tuerkisblaues Meer begruessten uns. Der Kapitaen lenkte uns in eine Hoehle und zeigte uns die einheimischen Krebsarten. Mitten auf dem Meer wollten wir unser Glueck teilen und riefen unsere Geliebten im fernen Osten an. Natuerlich nur um unser Glueck zu teilen, und keinesfals um sie neidisch zu machen. Den naechsten Punkt den unser Kapitaen ansteuerte war eine Bucht, die sie "das Schwimmbad" nennen. Azurblaues Wasser, glasklar und glatt. Keine Welle die diese Ruhe stoert. Dazu die Sonne und der wolkenlose Himmel, Herrschaften, so solls sein! 10.30 Uhr: Nach diesem Erlebniss versprach uns der Kapitaen seine ewige Treue und wir fuhren weiter Richtung Plata Grande. Ein wunderschoener weisser Strand mit Plamen. Hierbei ist wichtig zu erwaehnen, dass man hier See(strassen)hunde finden kann. Auch versteinerte Schildkroeten sind nicht selten. 11.20 Uhr: Auf dem Weg zu Samana, wurden die Reisenden erneut von einer Gruppe voellig unqualifizierter Soldaten angehalten, die sich erdreissteten, nach der Fahrerlaubnis zu fragen. Im Gegensatz zu ihren Kollegen in der Stadt, waren die Soldaten, voellig unerwarteter Weise, in der Lage einen gueltigen Fuehrerschein von einem ungueltigen zu unterscheiden. Pewee sah sich nun genoetigt einen auf hart zu machen. Er fragte, nebenbei, ob er seinen Freund, den Polizeichef der dominikanischen Republik anrufen solle, um die Situation erklaeren zu koennen. Ausserdem hielt er vorsichtshalber mal seinen Polizeiausweiss bereit, den er fuer Zusammenarbeit mit der Polizei von der Uni verliehen gekriegt hat. Endgueltig verunsichert und aus Angst vor Strafe durch den Polizeichef, gaben sich die Rechtshueter geschlagen und liessen uns ziehen. 11.49 Uhr: Als Lucie Felix bat, dass er sich nicht so breit auf der Rueckbank machen sollte, antwortet Felix: "Franzosen (mittlerweile Synonym fuer Lucie) kleiden sich schamlos und haben nicht mehr Platz verdient." 12.08 Uhr: Felix sieht Nadelbaeume. Zweimal. 12.09 Uhr: Puddel sieht Palmen. 12.10 Uhr: Lucie sieht Reisfelder. 12.30 Uhr: Pewee faehrt, ohne gross davon Notiz zu nehmen, eine Warnpilone einer Baustelle um. Die europaeischen Insassen sind verwirrt. 13.00 Uhr: Die Erlauchten erreichen Samana, die bedeutende Kuestenstadt. Einst von Hippies als Hochburg fuer Individualtourismus gefeiert, wurde die Stadt erst vor 15 Jahren an das Strom- und Wassernetz angeschlossen. Kaum hatten wir die Stadtgrenze erreicht verfolgten uns Motorraeder. Verkaeufer, die uns ihre Bootsreisen schmackhaft machen wollen. Pewee haelt an. Waehrend der Eine uns sein Angebot unterbreitet, kommt zum anderen Fenster ein Anderer, der uns ebenfals sein Angebot unterbreiten will. Zwischen beiden Verkaeufern entsteht ein hitziger Streit um unsere Gunst. Ohne unser Zutun verringert sich der Kaufpreis von ehemals 2000 Pesos pro Person auf 1000 Pesos. Dieses Gefecht, gefochten durch die Fenster des Autos, lenkt Pewee. Er laesst geschickt unsere Interessen einfliessen und passt gleichzeitig auf, dass sich keiner der Anwesenden massakriert. Leicht ueberfordert vom Angebot, wollen wir bei einem Essen ersteinmal die Nachfrage besprechen. Entgegen unserer Erwartungen und schon leicht genervt stellen wir fest, dass uns die Bootskapitaene sogar ihr Lieblingsrestaurant zeigen wollen und uns beim Bestellen zusehen. Letztendlich haben wir keinen der beiden Angebote genommen, da es bei dem Trip nur zu einem Strand auf einer kleinen Insel gehen wuerde. Erneut ist aber etwas anderes Auffaellig, die dominikanischen Republikaner haben es echt nicht drauf schnell Essen zu kochen. 15.00 Uhr: Endlich gesaetigt besteigen wir das Auto und brechen Richtung Limon auf, um den bekannten Wasserfall zu besuchen. Kaum angekommen fanden wir am Strassenrand einen Anbieter, der uns auf Pferden zum Wasserfall fuehren wollte, wenn er auch sein Preis-Leitsungsverhaeltniss masslos ueberschaetzte. Pewee brachte den Herren auf den Boden der Tatsachen zurueck und drueckte den Preis massiv. Bereit loszulegen schwangen wir uns auf die Pferde. Dann holte sich jeder noch ein Eis und wir reiten los. Anfaenglich ueberwog, zumindest bei mir, die Angst vor dem Pferde. Als mein ganz persoenlicher Reisefuehrer mich aber fragte, ob ich eine dominikanische Frau haben wolle, denn diese seien ausgesprochen gut, und er koenne da was machen, und als bei der botanischen Fuehrrung er mir Marijuanna unter die Nase rieb, war meine Scheu vor Pferden schlagartig verschwunden und ich versuchte mich nur noch dem Tiere zu widmen. Saemtlicher unserer Befuerchtungen zum Trotz entlohnte uns das Schiksal, nach langer und beschwerlicher Reise mit einem huebschen Flecken Erde. Ein Wasserfall der 30m in die Tiefe stuerzte und dort einen kleinen See immer tiefer aushoehlte. Das gesammelte Wasser umspuehlte den lehmigen Boden und den grauen Fels und floss in einem kleinen Fluss weiter in den Wald. Ein traumhaftes Bild. Wirklich angetan beschlossen wir zu verweilen und gingen schwimmen. Nach ungefaehr einer halben Stunde brachen wir zur Rueckreise auf. Pewee, Louis und Puddel waren am schnellsten zurueck, boese Zungen behaupten wir haetten durch unser Gehopse den Pferden das Rueckrad gebrochen, und ganz will ich das hier nicht abstreiten. Kaum wieder im Auto verpflichtete der Reiseleiter uns dazu Trinkgeld zu geben. Pewee beendete die Diskussion, in dem er das Fenster schloss und Richtung Las Terrenas losfuhr. 18.15 Uhr: Nun war also auf Las Terrenas unsicher. Kaum angekommen setzte Pewee, Lucie, Felix und Puddel am Strand aus und beschwoerte seine Ankunft in 15 min. Allerdings scheint nichtmal unser hoechst eigener dominikanischer Republikaner ein Zeitgefuehl zu haben. So uebten Felix und Puddel sich im Anschleichen an kleine spanische Jungen. Sie liessen sich mit der Stroemung treiben und krabbelten am Strand in Richtung des Jungen. Allerdings war der Junge unglaubluch gewitzt und entdeckte die Abenteuerer immer vorher und konnte rechtzeitig fliehen. Lucie hingegen uebte sich in aktivem nichtstun und meditierte auf der Wasseroberflaeche. Nach gefuehlten Stunden kam Pewee und sein Primo auf einem Quard angefahren, dass sogleich von allen Beteiligten ausser Felix getestet wurde. Als alle fertig angezogen und getrocknet waren, machten wir uns auf den Weg ins Hotel. (jaaaa, 5 Leute auf einem Quard und die Polizei stoerte es nicht.) 20.15 Uhr: Das Hotel war mehr ein Reihenhausbungalow, mit Swimming Pool und der Hausnummer 17, was unweigerlich ein Zeichen darstellen musste!!! Waehrend Felix und Lucie sich dem Duschen und Lesen hingaben, gingen Pewee, Louis und Puddel noch ein wenig plantschen. Als sich alle getrocknet und gebadet hatten, gingen wir essen. 21.00 Uhr: Die Gruppe sucht sich im Italiener einen Sitzplatz und wartet auf die Bedienung. 21.30 Uhr: Pewee nimmt selbst die Bestellung auf und leitet sie weiter. 23.00 Uhr: Dominikanische Republiker haben es nicht so mit dem schnellen Essen kochen, doch endlich koennen wir essen. 23.15 Uhr: Zuerueck im Hotel fallen alle nur noch in ihre Betten und schlafen. Danke das du mir heute abermals zugehoert hast, nachdem du mir gestern diesen ganzen Eintrag, mangels Qualitaet, geloescht hast. Bis bald und schlaf gut Dein Puddel

6.7.09 21:25

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


saskia (7.7.09 14:51)
haha... 3 stunden!:p

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