Eine Woche seit dem Abiball - 04.07.09

07.07.2009, 22.40 Uhr: Lucie kommt in unser Schlafzimmer in Pewees Haus, Felix liegt im Bett und bildet Saetze auf Latein, Puddel spielt Gameboy. Puddel: hast du schon geblogt? Lucie: Nee, ich fang aber gleich an... Tja, dumm gelaufen fuer mich... Aber wir sind mittlerweile mit dem Blog so in Verzug, dass wir mit allen Mitteln aufholen muessen. Wir schlafen nicht mehr, wir essen nicht mehr, wir trinken nicht mehr, wir gehen nicht mehr aufs Klo, wir schreiben ununterbrochen...nicht. Ich werde mich ein bisschen kuerzer fassen, damit wir voran kommen. Also: 04.07.09 frueh um Acht, oder so: Wir brechen von der Halbinsel Samana auf in Richtung Cabarete, den gleichen Weg wie gestern. felix sucht eifrig nach einer passenden Palme zum erklettern, Puddel schlaeft, ich geniese die Landschaft. ca. 9.30 Uhr: die von Pewee gestern gefellte Pillone liegt noch immer auf der Strasse. Der tropische Regen bleibt aus, aber es troepfelt ein bisschen. Kurz vor 12 Uhr, kurz vor Cabarete, in einer kleinen Stadt. BOOM, das Auto wird erschuettert. Irgend ein Idiot ist an unserem Ausenspiegel haengen geblieben. Das Spiegelglas ist voellig kaputt... Wir sind alle ueberrascht, dass nicht schon frueher was passiert ist. Natuerlich ist der ungeschickte Fahrer ein Auslaender (Amerikaner): auch sein Spiegel ist kaputt, aber weil er die Fensterscheibe offen hatte, sind ihm Splitter an den hals geflogen und haben ihn geschnitten. Angesichts seines bemittleidenswerten Zustandes einigen wir uns auf ein Unentschieden und fahren weiter. 14 Uhr: Auf den Schock faehrt Pewee erst mal zu einem Villenpark in der Naehe, in dem seine Oma ein Haus hat (Die Frau hat ueberall Haeuser, ich glaube, ihr gehoert die halbe Insel...). Eine Uebernachtung hie kostet 1000 Dollar. Ohne Probleme werden wir durch die Schranke am Eingang gelassen. Pewee will in der oertlichen Villenlandschaft schwimmen gehen. Sehr stilvoll: Rasen, viele verschiedene, auch alte Baeume, Liegestuehle mit direktem Blick und zugang zum Meer. Poollandschaft traumhaft. Ich trete mit meinem Flip Flop in einen Kaugummi, der neben meiner Liege am Boden klebt. Schade. 15 Uhr: Aus unserem Plan, heute noch die erste dauerhafte Siedlung Amerikas zu besuchen, wird wegen des Spiegelmissgeschickes nichts, stattdessen fahren wir in einen Ort ganz in der Naehe, Sosua, zum Mittagessen.Wir gehen zum Essen in ein kleines Restaurant, das Pewee gut findet, Puddel und ich teilen uns einen Red Snapper 9Ich esse eigentlcih keinen Fisch, aber Pewee meint, hier gaebe es den besten Fisch weit und breit, da kann ich nicht widerstehen). Waehred wir warten, geht Pewee wieder schwimmen. Vom Fisch hat er nicht zuviel versprochen, er ist ausgezeichnet. Sogar Felix probiert ein Stueck! Aber er stellt es so geschickt an, dass es keine Beweisfotos dafuer gibt. Sehr schoene, beschattete Strandmeile mit putzigen Laeden mit Souvenirs und DINGEN. Eine Bude heisst "Deutsche Botschaft", wir verzichten auf ein Mahl aus Frikadellen und Bratwuersten. Die Bewegungsfreiheit ist etwas eingeschraenkt, weil ca. alle 5 meter jemand auf Pewee zukommt, um ihn zu begruessen. Er kennt einfach jeden. 16 Uhr: Wir sind wieder in Cabarete und haben irgemdwann ein Zimmer ergattert, die Zeit bis dahin verbringen wir am Strand. Dann gehen wir etwas Spazieren, Postkarten und Rum kaufen. Da wir planen, auch morgen noch in Cabarete zu bleiben, denken wir, der Zeitpunkt ist optimal fuer unsere Rumaktion. Lauritz hat uns naemlich aufgetragen, zu dritt eine Flasche Rum zu nehmen und sie in einer schoenen Nacht am Strand unter einer Palme zu leeren. Um Auf- und Ausfaelligkeiten zu vermeiden beschliesen wir aber, nur eine kleine Flasche zu kaufen (Sorry, Lauritz), dafuer aber vom besonders Alten der hiessigen Marke Brugal. Als wir zurueck zum Zimmer kommen, warten Pewee und der kleine, spanische Junge schon seit einer halben Stunde auf den Zimmerschluessel. 17 Uhr: Wir gehen zum strand planschen, lesen, reden halt, was manso am Strand macht. Nach einiger Zeit geht die Sonne unter und wir bereiten uns auf den Abend vor. 20 Uhr: Pewee geht zu einem Cousin essen, wir drei essen im gleichen Restaurant am Strand wie gestern. Schoene Stimmung: Viele zufriedene Leute, Kerzen und Fackellicht, beleuchtete Palmen, das Meer rauscht, der Sand unter unseren Fuessen. Sehr gute Cuba Libres. Wir werden von einer putzigen Kellnerin auf Englisch bedient, als sie fragt, ob Puddel seinen Salat mit Huenchen oder ohne will, antwortet er mit einem "chicken!" (wiebei den yeap yeaps oder wie man die schreibt, den Aliens aus der Sesamstrasse) und er wiederholt diesen Begriff immer, wenn die Kellnerin auftaucht. Als sie uns das Essen bringt, wuenscht sie einen guten Appetitt und "chicken!". ca. 22 Uhr: Wir gehen wieder auf unser Zimmer, um den Rum zu holen und suchen uns ein schoenes Plaetzchen am Strand. Leider sind alle schoenen Palmen von Restaurants belegt, wir entscheiden uns nur fuer Sand, in genau (?)17 metern Abstand vom Meer. Der Rum ist echt gut, laesst sich auch gut pur trinken. Hat schon jemand geblogt, dass der grosse wagen hier falsch geparkt ist? Er steht auf dem Kopf. Irgendwann nachts: Die Flasche ist leer, wir sorgen uns, dass Pewee wieder vor unserer verschlosenen Zimmertuer steht und gehen heim. Alles ist aber in Ordnung, ich hatte nur die ganze Nacht Strandsand in meinem Bett.

8.7.09 05:43

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