Auf den Spuren des Kolumbus 8.7.09

Unser Tag beginnt aeuserst gemaechlich und wir das heist eigentlich nur ich stehen so gegen 9 UHr gut gelaunt auf und ich geniese einen Kaffe bis die anderen runterkommen. So zumindest der Plan nachdem ich das allmorgendliche Wasserglas in mich reingeschuettet habe und grade bei Nena den Kaffe ordern will klingelt das Telefon (Spannungsmusik). Niemand wichtiges dran. (puh nochmal Glueck gehabt. Aber da sofort schellt das Telefon wieder (in Wirklichkeit ignorieren wir das telefon hier so gekonnt wie der Rest Ab. und an erbarmt sich aber jemand und geht hin) Ich gekonnt ignorierend wende mich meinem zweiten Wasserglas zu da Nena anfgefangen hat via Pfeifen (ein anerkanntes Kommunikationsmittel in der Dom Rep) mit der anderen Haushaelterin sich zu unterhalten. Da schellt ein drittes Mal das Telefon und Nena geht ran. Ihr Glueck denn es ist Raphael (der Vater vom Pewee wer das noch nicht weis). Ich werde ans Telefon gerufen und er erklaert mir in seinem Englisch dass wir uns sofort fertig zu machen haben da er uns in einer halben Stunde aufpicken will und mit uns nach La Isabela Fahren will. Ich laufe Jubelnd nach oben um Lucie und Puddel Freudig zu wecken. Fuer alle die in geschichte jetzt vielleicht nciht so gut aufgepasst haben: La Isabella ist der erste dauerhafte Ort den Kolumbus in der Karibik gegruendet hat und der Ort an dem er das erste Mal die Neue Welt betrat. Die beiden noch ein bischen schlaftrunken beeilen sich dann aber sehr rasch auch fertig zu werden und sind in der verordneten halben Stunde (sehr zu meinem Erstaunen ( wie macht die Lcuie das mit ihren Haaren nur so schnell)) fertig.

Der einzige der fehlt ist Raphael. Also warten wir weiter und fruehstuecken doch noch. So langsam faellt sie uns wieder ein, die karibische Gelassenheit. In der Karibik kann sich eine halbe Stunde gut und gerne mal 2 Stunden hinziehen. Um kurz vor 11 schreckt er uns von unseren Broetchen mit Erdnussbutter mit seinem gewohnt lautem "hello my friends" auf. Wir steigen guter Dinge in unsere fahrende Festung und machen uns mit den Eltern von Pewee und einer Kiste gekuehlter Getraenke auf den Weg zum historischen Ort.

Unser Weg fuehrt durch eine malerische Landschaft mit zuckerrohr und Gebirgsformationen. Die Eltern halten die ganze Zeit nach einem Zuckerrohrverkaeufer Ausschau den sie um sein sogenanntes Cuio (wir wissen nicht wie man das schreibt) (der Stiel der Zuckerrohrpflanze) erleichtern wollen. Dieses Glueck ist uns leider nicht verrgoennt und so halten wir kurzer Hand nach 2 Stunden irgendwo im Nirgendwo an einem Restaurant um zu essen. Schon die Wahl ist nicht zu leicht da Puddel diverse Vorstellungen von Krabben und artverwandten Tieren hat und so kurzerhand dann doch Krabben bestellt anstadt das hier national typische Pollo (pojo gesprochen heist Huhn). Um zu demonstrieren dass es sich auch wirklich um frische Krabben handelt bekommen wir eine extra Vorfuehrung der Krabben und dem Puddel wird schon ein bsichen anders als er die armen Tiere mit ihrer harten Schale und ihren Glubschaugen in der Sonne darben sieht (na gut sie waren abgedeckt und wurden immer wieder mit Wasser uebergossen). Beim essen ist von der harten Schale und den Stielaugen ncihts mehr zu sehen. Sie wurden zerhackstueckelt und auf brutalste Art und Weise zusammengepanscht. Der tisch istt ansonsten mit den Nationalen Speisen von Reis Bannen Bohnen Salat und Pollo gedeckt so dass niemand hungern muss. Puddel schmeckt seine Krabbe sehr gut auch wenn er sich am Anfang ein bsichen zwingen muss sie runter zu bekommen. Waehrend unserem Mahl zeigt uns der Vater die oertliche Tabkstelle. als wirr erst ncihts sehen deutet er auf den Baum direkt hinter uns vor dem ein kleiner Tisch mit ein paar Flaschen Benzin stehen. Als das Essen abgetragen wird zeigt der Wirt wie man das beste Fleisch der Krabbe zu essen habe (meiner Meinung nach war er ein bischen beleidigt als Pussel sein koestliches Mahl dann nicht ganz aufessen will). Wohlgesaettigt machen wir uns auf gen La Isabella.

 Der grosse Moment ist gekommen wir fahren ein in das Gelaende vor dem archaeologischem Park. Dort bewundern wir erst einmal die Kaktushecken die hier alloertlich zu sehen sind. Nach einem kurzen Smalltalk mit der Kassirerin kommen wir nun auf den historischen Boden. Wir fuehlen uns schon wie im Siebten Himmel angesichts unserer Erwartungen und sind fast ein bsichen enttauescht als wir erst noch nach Rechts abbiegen muessen um eine Halle mit einigen Informationstafeln zu lesen (leider nur auf Spanisch - Schade). Doch dann kann uns nichts mehr halten und wir stuermen schon fast den Weg entlang um vor einem Feld von aeh nix zu stehen. Ja ihr habt richtig gehoert da war eigentlich ncichts es waren ein paar Grundmauern da und das wars auch schon in etwa. Die paar Kreuze die rumstehen zeigen wo der Friedhof und die Kirche sein sollten. Das einzige was noch einigermasen interessant ist, sind die Grundmauern des Hauses in dem einst Kolumbus gelebt haben soll. Hier bietet sich mir wieder einmal die Moeglichkeit mich ueber eine ganz bestimmte Spezies von Mensch aufzuregen: dem Homo Amerikanis. Da wagt es doch so ein kleiner Ammischeiser auf den Grundmauern des Hauses von Kolumbus rumzuspringen. Wir haben gedacht wir bekommen die Kraetze. naja wie auch immer. Nach all diesen Enttaeuschungen fragen wir Pewees Eltern wieso hier eigentlich nichts ist. Grund hierfuer ist Trujilo der zur 450 Jahrfeier der Entdeckung der Neuen Welt hier einmal "aufraeumen" lies. Leider hat er dazu einen Fuehrer eines Bullldozers auserwaehlt. Dieser Mann hat dan kurzer Hand alles weg was da so rumstand. In solchen Momenten moechte man - oder evtl auch nur ich das ist mir auch egal - einfach nur noch weinen. Betruebt begeben wir uns wieder Richtung Auto und kommen noch mal zu der Kaktushecke die den Besuch deutlich mehr wert gewesen sit als der Rest.

Um uns ein bischen aufzuheitern fahren uns die Eltern an den Strand von La Isabelle. Dort wollen wir uns sofort die Kleider vom Koerper reisen und ins Wasser rennen. Doch auch hier haelt der Ort eine Enttaeuschung bereit und wartet uns mit einem sehr sehr flachen strand auf so dass man das Gefuehl hat am norddeutschen Wattmeer zu sein. Also wieder nur rumgeplansche anstatt mal richtig zu schwimmen. So ein Mist. Nach gut einer Stunde in dem naja so warmen Wasser wie man es in einem Kinderplanschbecken erwarten wuerde begeben wir uns wieder ins Auto und fahren los.

Auf dem Heimweg halten wir noch an einer Kirche die wunder wunder schoen ist. Also war der Ort zumindest kein absoluter Reinfall sondern nur ein historischer. In dieser Kirche erfahren wir nun auch woher Pewee seine Art hat: Sein Vater ist schuld. NAchdem wir grade mal 2 Minuten in der Kirche sind (Die Zeit vom Auto bis zur Kirche mitgerechnet) rennt er auch schon wieder zum Auto. Man kann also nciht sagen dass die Menschen heir nciht Kulturinteresse hegen wuerden sondern dass nur in dieser Familie ein eigenes Gen dafuer verantwortlich sien muss entweder alles in einem Augenblick zu erfassen und zu betrachten oder einfach die Blase zu sehr drueckt als das man mehr Zeit fuer Kultur aufwendet.

Auf dem Rueckweg beginnt auch meine Blase an zu druecken und so bin ich dann doch heilfroh als wir die uns wohlvertrauten Gestade wieder erreichen. Am Abend geniesen wir wie so oft das warme Klima auf der Terasse bei einem kuehlen Drink und einem guten Buch. das wunderbare Essen der wunderbaren Nena verzaubert uns weider einmal und so koennen wir dann auch wohlgenaehrt ins Bett fallen und Kraft fuer einen neuen Tag sammeln.

So steht es geschrieben in dem Buche Felix 1.1 -1. ende

12.7.09 01:58

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