Mit Salz und Ketchup schmecken auch Bananen wie Pommes - 10.07.2009

12.07, ca 0.20 Uhr: Zusammen  mit einem Cuba libre werde ich mich jetzt an die Aufgabe wagen, diesen unglaublichen Blogeintrag zu verfassen. Puddel ist vor ca. einer Stunde ins Bett, Felix motzt ueber meine Rechtschreibung, aber egal. Los geht's

 10.07. ca. 9.30 Uhr: Lagebesprechung in Pewees Wohnzimmer ueber die naechste Woche und deren Planung. Ich werde nicht wiedergeben, was dabei herauskam, da der Plan noch am gleichen Tag und bis jetzt staendig geaendert wurde.

11 Uhr: Wir brechen auf nach Puerto Plata

12 Uhr: Wir kommen an in Puerto Plata. Nachdem wir eine, im Reisefuehrer als unglaublich toll beschriebene, grosse strasse entlang gefahren sind (Malecon, mit Haeckchen ueber dem o), Kommen wir an das Fortaleza San Felipe, ein altes Fort. Pewee und Felix versuchen, eine Kanone zu stehlen, waehrend ich mich darueber freue, endlich Tueren in meiner Groesse gefunden zu haben (also der Tuerabschluss in ca. einem Meter Hoehe). Sehr schoene Anlage, putzig verwinkelt mit schoenem Blick auf den hafen und die Schiffe)

13 Uhr: Das Highlight des heutigen Tages: Ein Besuch in der Rumfabrik Brugal, dem bekanntesten Hersteller des weltbesten Rums und ueberhaupt mit gratis Kostprobe. Wir werden gleich von einem Typen in Empfang genommen, der erst auf Englisch und dann auf Deutsch Dinge ueber Rum und den Herstellungsprozess erzaehlt. Die genauen Zahlen sind mir irgendwie abhanden gekommen, aber Felix weiss sie bestimmt noch und ist gerne bereit, darueber zu referieren. Jedenfalls viel Rum aus noch mehr Zuckerrohr, der noch mit der Machete geerntet wird. Dann pressen und in verschiedenen Schritten verarbeiten, es entsteht Melasse. Dezenter Hinweis des freundlichen Mannes: Probiert ihr davon, werdet ihr den Rest des Tages den kleinsten Raum des Hauses nicht mehr verlassen. Ich frage mich, wie Felix in die Besenkammer passen soll. Dann geht es ins Innere der Fabrik, sofort schlaegt uns Rumgeruch entgegen. Ein Film ueber genau das gleiche Thema wird uns gezeigt. In Deutsch. Evtl. haetten sie einen Sprecher ohne muenchner Dialekt waehlen sollen. Dann besichtigen wir die Abfuellhalle. Also da, wo ganz viele lustige Menschen den ganzen Tag Schnaps verpacken. Nicht das, was ihr schon wieder gedacht habt. Laut, etwas chaotisch, aber alle sind gut drauf, winken und prosten uns zu. Unsere naechste Etappe ist der Shop, zuerst wird uns mit kleinen Plasrikbechern der Unterschied zwischen einem alten  (4 Jahre) und einem sehr alten (6 Jahre) Rum erlaeutert. Der Weisse (Blanco) ist uebrigens 2 Jahre alt, es gibt aber auch noch einen anderen Weissen mit 75 %, der ist besonders gut fuer Cocktails. Besonders ans Herz legen moechten wir allen Lesern, ihren Rum (4 Jahre) mit stark gesuesstem Cafe zu geniessen. Felix bekam darauf Schweissausbrueche. Aus Begeisterung, natuerlich. Aus Begeisterum haben wir auch dem Fuehrer einen von Pewee geschaetzten zwei-Tages-Lohn als Trinkgeld gegeben. Nachdem wir uns noch etwas mit Rum eingedeckt hatten, ging es weiter in die Innenstadt von Puerto Plata.

14 Uhr: Innenstadt. Sieht aus, wie aus ner Filmkulisse, alte viktorianische Holzhaeuser. Wir suchen eine Post auf, um unsere ca. 50 Postkarten loszuwerden. Die Briefmarken hier schmecken echt eklig.

15 Uhr: Rueckfahrt nach Santiago, durch die Berge. Auf dem Weg ueber die holprigen Strassen kauft Pewee fuer uns verschiedene kulinarische Leckerbissen: Zuckerrohr, frischen Kaese, Babybananen und seltsame, rosa Fruechte, deren Name uns nicht mehr einfaellt. Herrliche Panoramablicke, ein warmer Regenguss und Hunde vertreiben uns die Zeit.

gegen 16 Uhr: Besuch bei Pewees Familienkirche, hier werden Verstorbene beerdigt und woechentlich Gottesdienste abgehalten.

gegen 17 Uhr: Heimkehr. Dominikianische Planung: Wir fahren in die Berge, zum uebernachten. Alle Packen ihre Taschen, Nena macht 100 Sandwichs, Eisbox ist bepackt und startklar, Kopfkissen bereit. Hinweis: Wenn wir jetzt in die Berge fahren, koennen wir morgen nicht zur (etwas weiter entfernten) Grenze. Mmmhhh... Bloed. Ok, Lagebesprechung: Aehh, das Haus haben wir nur jetzt, nicht am Sonntag. Wozu ein Haus, wenn wir gar nicht uebernachten? Sonst gibt es da nichts zu sehen. In den Bergen, da sollen ganz tolle Wasserfaelle sein. Aber die sind zu. Aber wann anders Grenze geht nicht, weil da Pewees Vater nicht kann. (Pewee telefoniert). OK, ich fahre jetzt zum Flugplatz, wollt ihr mit?

18 Uhr: Morgen steigt hier ein fettes Modellflugzeugfestival, Pewee checkt die Lage. Wir beobachten die anderen Flieger, einen Paragleiter und einen aehh... Leichtflieger. Die Sonne geht unter.

ca 20 Uhr: Pewee bestellt bei McDonalds einen McFlurry Twix auf Deutsch: Du sagst es! und dann auf Spanisch eine Pommes, er bekommt beides.

ca.21 Uhr: Besuch beim Grossmeister des Modellflugzeugsports. Die ganze Wohnung ist voller Modellflieger, Modellfliegerteile, Modellfliegerzubehoer, Modellfliegerplaene, Modellfliegerauszeichnungen, Modellfliegerfotoalben (lol) und einem Modellfliegerhund. Puddel ist begeistert und wundert sich, dass die anderen nach nur drei Fotoalben wieder gehen wollen.

ca. 22 Uhr: Koestliche Tacos von Nena. Habsi.

Gute Nacht! 

12.7.09 07:29

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